Hinrunden-Fazit zu Fuball-A-Ligist SV Büderich

Fußball : SV Büderich will den Hebel umlegen

Der A-Ligist verbringt die Winterpause auf dem 15. Platz. Nach einem guten Start in die Saison ist das Team immer weiter abgerutscht. Personelle und defensive Probleme seien der Hauptgrund, sagt Trainer Stefan Tebbe.

Rund eineinhalb Wochen vor dem Ende der Winterpause und dem Start in die zweite Saisonhälfte wissen die Kicker des Fußball-A-Ligisten SV Büderich noch nicht so recht, was sie von dieser Spielzeit halten sollen. Nach zwei Aufstiegen in Serie in Folge, folgte in der vergangenen Saison eine mehr als passables Debüt in der Kreisliga A. Das Team von Trainer Stefan Tebbe landete auf Rang neun und übertraf alle Erwartungen. „Zu Beginn dieser Saison konnten wir nahtlos dort anknüpfen, wo wir vor der Sommerpause aufgehört hatten”, sagt Tebbe. „Doch dann hat uns das Verletzungspech so hart erwischt, dass wir die zahlreichen Ausfälle nicht mehr kompensieren konnten.”

Stark begonnen, danach noch stärker nachgelassen: So kann die Formkurve der Büdericher beschrieben werden. Der beste Aufsteiger der vergangenen Saison legte furios los, gewann vier der ersten fünf Begegnungen und gehörte zur Spitzengruppe – durchaus mit Aufstiegsambitionen.

Das Team, das sich seit seinem furiosen Aufschwung vor dreieinhalb Jahren kaum verändert hat – „noch heute stehen 15 Mann im Kader, die schon in der C-Liga dabei waren”, so Tebbe – schien Anlauf zu nehmen zu einem weiteren Coup. Doch dann wurde diese Serie jäh gestoppt. Zwischenzeitlich musste der Trainer acht, neun, manchmal sogar zehn Spieler seines Kaders ersetzen, weil sie verletzt fehlten. „Das war angesichts unseres 20 Mann starken Kaders nicht zu stemmen”, sagt der Coach.

Was dann passierte, darf man getrost einen Absturz nennen. Aus den 13 noch folgenden Spielen gewann der SV Büderich gerade mal noch vier Punkte. Lediglich am neunten Spieltag langte es im Gastspiel beim VfL Rheinberg (6:3) noch einmal zu einem dreifachen Erfolg, seither ist der Club sieglos.

Schlimmer noch: In den 13 Begegnungen kassierte das Team 45 Treffer, mehr als drei Gegentore pro Partie. An diesem Punkt könnte der Trainer den Hebel ansetzen. „Wir müssen uns defensiv verbessern, aber die meisten Dinger, wie wir kassiert haben, resultierten aus gravierenden Fehlern und nicht aus unserer taktischen Ausrichtung“, sagt Tebbe. So oder so, letztlich führte die Entwicklung dazu, dass seine Mannschaft gegenwärtig nur den 15. Tabellenplatz belegt mit nur einem Punkt Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz.

Und das, obwohl Tebbe, der seinen Vertrag in Büderich am gestrigen Mittwoch um ein weiteres Jahr bis 2020 verlängerte, nicht müde wird, zu unterstreichen, dass „die meisten Gegner sicher nicht großartig besser sind als wir”. Dennoch verkennt auch er nicht, dass die Situation für ihn und seine Spieler gegenwärtig „prekär“ ist. „Wir müssen nun ganz rasch auf Abstiegskampf umstellen“, sagt der Coach.

Die Zielsetzung für die Rückrunde ist demnach klar: Rasch wieder in die Erfolgsspur finden und die erforderlichen Zähler für den Klassenerhalt holen. Damit soll es bereits am Sonntag, 10. Februar, losgehen, eine Woche früher als es der Spielplan vorsieht. Dann nämlich steht das Nachholspiel auf heimischer Asche gegen den SV Millingen an, der als Tabellenzwölfter nicht allzu weit entfernt ist. „Ein erfolgreicher Auftakt in der ersten Partie könnte uns beflügeln und einen Schub für die weiteren Begegnungen geben“, sagt Tebbe.

Auch aus dem Lazarett der Büdericher kommen in diesen Tagen auch ganz gute Botschaften. Rechtzeitig zum Wiederbeginn des Meisterschaftsbetriebs meldeten sich sämtliche Spieler gesund zurück und sind damit wieder einsatzfähig. Auch das stimmt den Trainer zuversichtlich für die kommenden Aufgaben. „Alle sind nun motiviert, alle haben gut gearbeitet in der Vorbereitung”, so Tebbe. „Ich gehe davon aus, dass wir die Abstiegsränge schnell weit hinter uns lassen.”

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