Herrschaft und Gromann sind Schermbecks Sportler des Jahres

Sportlerwahl : Charlotte Herrschaft und Sophie Gromann sind Schermbecks Sportler des Jahres

Die talentierten Wasserballerinnen des WSV Schermbeck siegen vor dem Fußball-Team des SV Schermbeck, Aufsteiger in die Fußball-Oberliga. Der Ehrenpreis des Kreissportbundes geht an den RV Lippe-Bruch Gahlen.

Charlotte Herrschaft und Sophie Gromann sind Schermbecks Sportler des Jahres. Eine fünfköpfige Jury wählte die Wasserballerinnen des WSV Schermbeck, die mit einem Zweitspielrecht auch für Bayer Uerdingen starten. Mit der U-16-Mannschaft des Krefelders Clubs wurden sie Deutscher Vizemeister.

Die Gewinner des Abends konnten ihr Glück kaum fassen. „Ich hätte nie damit gerechnet”, sagte Charlotte Herrschaft. Sophie Gromann wollte ihren Ohren nicht trauen, als der Namen der beiden Talente verlesen wurde. „Ich bin sehr überrascht”, sagte sie. „Ich dachte zunächst, dass sei eine Verwechslung. Wir mussten noch einmal nachfragen, ob wirklich wir gemeint waren.” Das Duo, das über eine Wildcard in die Auswahl gekommen war, erhielt einen Geldpreis in Höhe von 750 Euro .

Die Jury hatte es nicht leicht, aus insgesamt zwölf Monatssiegern und weiteren Vorschlägen auszuwählen. „Wir hatten lange Diskussionen, und es war eine schwere Entscheidung”, sagte Jury-Mitglied Tim Scholz (Nispa). Den zweiten Platz belegte die erste Fußball-Mannschaft des SV Schermbeck, Aufsteiger in die Oberliga. Sie bekam 500 Euro für die Mannschaftskasse. „Wir peilen einen einstelligen Tabellenplatz an”, sagte Kapitän Nikolaj Zugcic. „Aber mindestens wollen wir auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielen.”

„Man muss schon ein wenig verrückt sein“: Hans Jürgen Rohkämper (links), der bei der Wahl Platz drei belegte, beantwortete gerne die Fragen von Moderator Wolfgang Behning. Foto: Joosten. Foto: FUNKE Foto Services/Joosten
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Ebenfalls per Wildcard nahm auch der Drittplatzierte an der Wahl teil. Hans-Jürgen Rohkämper überzeugte die Jury mit seiner außergewöhnlichen Leistung beim 100-Kilometer-Lauf im Rahmen der sogenannten Tortour de Ruhr. In weniger als zehn Stunden absolvierte der 50-jährige Schermbecker den fast zweieinhalbfachen Marathon und wurde Vierter unter 85 Startern. Sein nächstes Ziel: Der 87-Kilometer-Run im südafrikanischen Durban mit mehr als 2000 Höhenmetern. „Man muss schon ein wenig verrückt sein, um das zu machen”, sagte er.

Vom Kreissportbund Wesel gab es zudem einen Ehrenpreis, die sogenannte Ehrenplakette, die Gustav Hensel, Vorsitzender des Kreissportbundes, mit Bürgermeister Mike Rexforth verlieh. Geehrt wurde der Reitverein Lippe-Bruch Gahlen für sein Engagement im Nachwuchsbereich und für die gelungene 25. Auflage des großen Hallen-Springturniers im Januar. „Wichtig ist natürlich der Erfolg der Sportler”, sagte Vorsitzende Christiane Rittmann bei der Preisverleihung. „Mindestens ebenso wichtig aber ist der Verein, der dahinter steht.”

Der stimmungsvolle Abend wurde musikalisch untermalt von Musikern der Gesamtschule Schermbeck und einer Tanzeinlage von Sandra Kornfeld und ihrem Partner Norman Hermanski, beide Gewinner des Monats Dezember 2018. „Es ist schön, dass die Jury mit ihrer Entscheidung Sportarten in den Blickpunkt rückt, die häufig hinten rüberfallen”, sagte Hans Kutscher, Vorsitzender des Gemeindesportverbandes Schermbeck.

(beck)
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