Handball-Verbandsligist HSG Wesel verliert Heimspiel gegen HSG Oberhausen

Handball : 21:33 – HSG Wesel bricht in der zweiten Halbzeit ein

Der Verbandsligist ist im Heimspiel gegen die HSG Oberhausen chancenlos, weil nach dem Seitenwechsel überhaupt nichts mehr zusammenläuft. Trainer Jan Mittelsdorf findet keine Erklärung dafür.

Trainer Jan Mittelsdorf scharrte seine Spieler schon Sekunden nach der Schlusssirene um sich. Aufbauarbeit war angesagt. „Wir dürfen den Kopf nicht lange unten lassen“, sagte der Coach der HSG. Die erste Gelegenheit, am Wochenende Zähler für den Klassenerhalt zu sammeln, vergab der Oberliga-Absteiger vor heimischen Publikum deutlich. Am Freitagabend unterlag das Team der HSG Rot-Weiß Oberhausen klar mit 21:33 (13:12).

Nach einer keineswegs hochklassigen, aber immerhin noch ausgeglichenen ersten Hälfte lag der Gastgeber sogar noch in Front. Die Oberhausener rieben sich häufig in Diskussionen mit den Referees auf, Gästecoach Kristof Szargiej sah in der 27. Minute wegen wiederholten Reklamierens die Rote Karte. Sein Schützling Tobias Schindler musste schon kurz vorher nach der dritten Zeitstrafe vom Feld (23.).

Die Weseler produzierten zwar eine Unmenge an technischen Fehlern und offenbarten auch Schwächen in der Rückwärtsbewegung, doch der Einsatz stimmte grundsätzlich noch. Der reaktivierte Björn Fehlemann traf bei seinem Kurzeinsatz in Hälfte eins gleich dreimal. Im HSG-Tor hatte auch Marius Hünting mit einigen starken Paraden Anteil an der knappen Pausenführung.

Nach dem Wechsel legte Dominik Weber gleich den 14. Treffer nach, doch dann lief beim Gastgeber überhaupt nichts mehr zusammen. Die individuell deutlich stärker besetzten Oberhausener ließen den Ball nun etwas sicherer und schneller laufen, vorne gab die HSG Wesel den Ball immer wieder leichtfertig ab. Die Folge: Fast spielerisch setzten sich die Gäste nach 13:15-Rückstand (35.) mit einem 15:3-Lauf auf 28:18 (53.) ab.

Mittelsdorf konnte sich den Einbruch seines Teams kaum erklären- „Über das, was ich da gerade gesehen habe, muss ich mir erst einmal Gedanken machen. Da hat so viel nicht gestimmt.“ Der Übungsleiter fordert von seinen Schützlingen vor allem mehr Mut und Entschlossenheit im Angriffsspiel: „Wenn du von vorneherein ängstlich bist, kannst du gar nichts holen. Es gab auch überhaupt keinen Grund dazu, dass wir so aufgetreten sind.“

HSG Wesel: Hünting, Baatz – Pobric (1), Fehlemann (3), Müngersdorf (2), Hauenstein (1), Horstmann (4), Brinkmann, Rotte (1), Popovic, Herrmann (1), Do. Weber (5), Jacobi, Vengels, Da. Weber (3/1).

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