Handball-Verbandsligist HSG Wesel verliert 24:35 in Kapellen.

Handball : HSG Wesel beim 24:35 ohne Chance

Der Verbandsligist kommt beim Tabellenzweiten TV Kapellen ordentlich unter die Räder. Weil auch der direkte Konkurrent SV Straelen verliert, beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz aber weiterhin drei Zähler.

Handball-Verbandsligist HSG Wesel kam am gestrigen Sonntag mächtig unter die Räder. Im Gastspiel beim TV Kapellen kassierte das Team von Trainer Jan Mittelsdorf eine deftige 24:35-(8:19)-Niederlage und steckt damit weiterhin im Abstiegskampf. Allein der Umstand, dass auch der Tabellenvorletzte SV Straelen am 15. Spieltag eine deutliche Niederlage hinnehmen musste, sorgte dafür, dass die Niederlage der HSG ohne weitere Folgen blieb. Die Weseler belegen nach der fünften Niederlage aus den letzten sechs Spielen mit drei Zählern Vorsprung nach wie vor den ersten Nicht-Abstiegsplatz, sollten aber dringend punkten, wenn sie den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle wieder herstellen wollen.

„Was wir in Kapellen abgeliefert haben, war unter aller Sau. Uns fehlte die Ruhe, uns fehlte die nötige Coolness, und wir haben zudem mehr als 20 technische Fehler gemacht. So kannst du nichts gewinnen”, schimpfte der HSG-Coach. Das Unheil schien schon in der Anfangsphase seinen Lauf zu nehmen. Die Gäste verschliefen den Start komplett und lagen schon nach weniger als drei Minuten mit 0:3 zurück. Das aber kompensierten die Weseler noch, schlugen konzentriert zurück und führten sogar nach knapp zwölf Minuten mit 5:4.

Was dann aber passierte, kam einem kollektiven Blackout gleich. Bis zur 25. Minute gelang der HSG lediglich noch ein einziger Treffer, während der Gastgeber in diesem Zeitraum gleich zwölf Mal erfolgreich war und auf 16:6 davonzog. „Das war natürlich der Genickbruch für uns. Davon haben wir uns nicht mehr erholt“, so Mittelsdorf. In der Halbzeitpause stellte der Trainer seine Mannschaft in der Abwehr um und versuchte, Schadensbegrenzung zu betreiben.

Das fruchtete auch. Doch gelungenen Abwehraktionen folgten immer wieder Fehlversuche im Angriff. „Wir haben in dieser Phase fünf klare Chancen in Folge liegen lassen. Unser Rückraum hat praktisch gar nicht stattgefunden”, sagte der Coach. Nach 48 Minuten führte der Gastgeber, der als Tabellenzweiter noch um den Aufstieg mitspielt, mit 29:14 – der höchste Vorsprung an diesem Tag.

In der Schlussphase gelang den enttäuschenden Gästen zumindest noch ein wenig Ergebniskosmetik. „Unglaublich ist, dass unsere beiden Keeper richtig gut gehalten haben. Es ist so schade, wenn ihre Leistungen dann nicht in Erfolg umgemünzt werden”, sagte Mittelsdorf. Der HSG-Trainer wird in dieser Woche viel Arbeit haben, um seine Spieler wieder aufzurichten. „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Konkurrenz wieder punktet. Insofern wäre es gut, wenn wir endlich mal wieder Punkte gewinnen, die uns erst einmal nicht zugetraut werden”, so Mittelsdorf.

HSG Wesel: Baatz, Hünting – Steffens (1), Müngersdorf (2), Borowski, Hauenstein, Horstmann (1), Brinkmann, Pobric (3), Daniel Weber (2), Popovic, Hermann (3), Dominik Weber (10/1), Jacobi (2).

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