Handball-Verbandsligist HSG Wesel steht vor schwerer Aufgabe.

Handball : Anspruchsvolle Aufgabe für HSG Wesel

Der in Abstiegsgefahr schwebende Handball-Verbandsligist ist beim Tabellenfünften TV Geistenbeck nur Außenseiter. HSG-Trainer Jan Mittelsdorf hat eine hohe Meinung vom Gegner.

Die Situation ist unverändert ernst: Nach nur einem Sieg aus den vergangenen acht Spielen befindet sich Handball-Verbandsligist  HSG Wesel weiter im Abstiegskampf. Drei Punkte trennen das Team von Trainer Jan Mittelsdorf vom SV Straelen, der aktuell den ersten Abstiegsplatz belegt. Vor dem Gastspiel beim TV Geistenbeck am heutigen Samstagabend weiß Mittelsdorf um den Ernst der Lage: „Die Abstiegsgefahr ist absolut real. Für uns gilt es nun, den Kampf anzunehmen und den Klassenverbleib aus eigener Kraft zu schaffen.”

Dabei ist die Aufgabe in Geistenbeck anspruchsvoll. Mittelsdorf hält den Gegner, der zudem von einem begeisterungsfähigen Publikum unterstützt wird, für „eine der spielstärksten Mannschaften in der Liga. Die gehören in der Tabelle viel weiter nach oben.” Vor allem auf der Kreisläufer-Position sowie im linken und mittleren Rückraum ist Geistenbeck stark besetzt. Insofern ist der HSG-Coach noch heute stolz darauf, dass seine Schützlinge in der Hinrunde im September diesem starken Gegner einen Punkt abtrotzten.

Ob das im Rückspiel in fremder Halle auch gelingen wird, ist fraglich. Auch, weil die personellen Probleme nicht geringer geworden sind. Neben Michael Steffens (Schulter- und Armverletzung), wird auch Daniel Weber (Schulterverletzung) nicht dabei sein. Fraglich ist zudem das Mitwirken von Dominik Weber (beruflich verhindert) und Torhüter Matthias Baatz, der am Dienstag das Training abbrechen musste. „Das sind natürlich nicht die besten Voraussetzungen. Ich hoffe, dass es dabei bleibt”, so Mittelsdorf. 

Der schwere Gang zum Tabellenfünften gehört aus Sicht der Weseler nicht unbedingt zu den Begegnungen, in denen die HSG zwingend punkten muss. Das gilt schon eher für die darauffolgenden Wochen, wenn beispielsweise das Heimspiel gegen den TV Vorst ansteht, der in der Tabelle mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto direkt vor der HSG Wesel steht. „Aber wenn wir da unten raus wollen, müssen wir auch mal einen Gegner aus der oberen Tabellenregion besiegen. Wir werden alles geben und schauen, was möglich ist”, sagt Mittelsdorf.

(beck)
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