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Handball: Handball statt Computerspiele

Handball : Handball statt Computerspiele

Der Nachwuchs der HSG Wesel verbringt seine Herbstferien im vierten Jahr in Folge lieber im Trainingscamp des Vereins statt im heimischen Kinderzimmer. 32 Kinder und Jugendliche nehmen an den Übungseinheiten teil.

Inan Akbaba (11) hat in der noch jungen Handball-Saison mit seiner D-Jugend bereits zwei Spiele absolviert und das letzte leider verloren. Dies ist ein Grund dafür, warum er sich auch in den Herbstferien in die Trainingshalle quält. "Das ist schon sehr anstrengend und macht nicht so viel Spaß. Ich trainiere lieber Tempogegenstöße", sagt der Schüler des Andreas-Vesalius-Gymnasiums, ehe er sich wieder seiner Station im Zirkeltraining widmet.

Ehrgeiziger Nachwuchs

Inan ist einer von 32 Jugendlichen, die in dieser Woche in den Hallen des Schulzentrums Nord am vierten Handball-Feriencamp der HSG Wesel für Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren teilnehmen. "Es sind genauso viele wie im letzten Jahr. Die Teilnehmerzahl bleibt stabil", stellte Jürgen Hemmers, D-Jugend-Trainer bei der HSG, zufrieden fest. Zusammen mit anderen Übungsleitern und älteren Spielern des Vereins hat er das Camp erneut organisiert. "Es ist schon langsam ein bisschen Routine drin", sagte Hemmers.

Der Trainingsplan in dieser Woche ist proppevoll. Gestern stand für den HSG-Nachwuchs Stationstraining auf dem Programm, am Montag wurde bereits an der Koordination gearbeitet. Am heutigen Mittwoch pfeilen die Kids zunächst an ihrer Schnelligkeit, ehe zum Nachmittag die Arbeit mit dem Ball im Vordergrund steht. Das Turnier zwischen Eltern, Trainer- und Jugend-Teams bildet am morgigen Donnerstag traditionell den Abschluss der Woche.

Geburtstagsfeier mit dem Team

Trotz der intensiven Einheiten steht beim Feriencamp auch diesmal der Spaß im Vordergrund. "Eine gesunde Mischung aus Trainingsschweiß und Spaß am Spiel stärkt den Zusammenhalt innerhalb der Gruppen und Mannschaften", meint Jürgen Hemmers. Ein gutes Beispiel hierfür ist Philipp Overkamp, der gestern zwölf Jahre alt wurde. Anstatt daheim vor dem Computer zu sitzen, verbringt er viel lieber vier Tage — inklusive seines Geburtstages — zusammen mit seinen Mannschaftskameraden. "Ich habe zur Feier des Tages für alle Muffins mitgebracht", sagt der Gesamtschüler und sprintet zurück aufs Spielfeld.

Zusätzlich zu den einzelnen Trainingsgruppen lud die HSG Wesel gestern zu einem Schnuppertag für Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren ein. Die Resonanz war allerdings enttäuschend. Es kamen lediglich acht Kinder von der Böhlschule, die vom Verein sogar dort abgeholt und wieder zurückgebracht wurden. "Wir hatten mit mehr Schülern gerechnet, da wir in den Wochen zuvor viele Flyer verteilt haben", sagt Jürgen Hemmers. Immerhin wollen aber zwei Kinder zukünftig einmal beim Training der HSG vorbeischauen. Sei's drum, im nächsten Jahr geht das Camp so oder so in die fünfte Runde. "Zum Jubiläum müssen wir uns vielleicht einmal etwas Neues einfallen lassen", meinte Hemmers.

(feli)