Handball: HSG Wesel spielt in Oberhausen

Handball : Eine richtungweisende Partie für die HSG Wesel

Der Handball-Verbandsligist kann sich mit einem Sieg beim Drittletzten HSG RWO TV von den Abstiegsplätzen absetzen. Trainer Jan Mittelsdorf warnt aber davon, den Gegner, den er als Wundertüte bezeichnet, zu unterschätzen.

Für die HSG Wesel steht in der Handball-Verbandsliga eine richtungweisende Begegnung auf dem Programm. Das Team von Trainer Jan Mittelsdorf tritt am morgigen Samstag, 19.30 Uhr, in Oberhausen bei der HSG RWO TV an. Das Ziel der Gäste, die in den vergangenen beiden Partien drei Punkte holten, ist der zweite Saisonsieg. „Wir wollen an die Leistungen in den beiden Spielen zuvor anknüpfen und erfolgreich sein. Mit zwei weiteren Punkten hätten wir unseren schlechten Start kompensiert, wären erst einmal unten raus und könnten in der Herbstpause in Ruhe weiterarbeiten“, sagt Mittelsdorf, der mit seiner Mannschaft mit 3:7-Punkten auf dem zehnten Rang steht.

Mit Blick auf die Tabelle stehen die Chancen nicht schlecht. Der Gastgeber ist mit 2:8-Zählern Drittletzter. Doch Mittelsdorf warnt vor voreiligen Rückschlüssen. „Mir ist nicht klar, warum die Oberhausener so weit unten stehen”, sagt er. Seiner Meinung nach ist die Qualität des Kontrahenten deutlich höher, als es das Tableau aussagt. „Unser Gegner ist derzeit eine kleine Wundertüte. Wir wollen die Punkte. Aber um das Spiel zu unseren Gunsten zu gestalten, werden wir uns ordentlich strecken müssen”, sagt der Trainer.

Es bleibt zudem abzuwarten, wie die Mannschaft die kleine Enttäuschung des vergangenen Spieltages weggesteckt hat. Der Oberliga-Absteiger hatte gegen die Turnerschaft Grefrath lange deutlich geführt und sah sich bereits auf der Siegerstraße. Er musste sich am Ende aber mit einem 27:27 begnügen. Insofern ist der Aufwärtstrend gegenwärtig noch ein zartes Pflänzchen, das es zu hegen gilt. Das weiß auch Mittelsdorf: „Was das angeht, sind wir realistisch genug, um auf dem Boden zu bleiben. Dass es kein Selbstläufer wird, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien, war uns allen klar.“

Dennoch haben sich die Dinge bei der HSG zuletzt zum Besseren verändert. „Dass wir Erfolg haben, wirkt sich auf die Stimmung, auf die Trainingsbeteiligung und auf die Moral aus”, so Mittelsdorf. Der Handball in Wesel mache derzeit wieder großen Spaß. Zudem sind alle Akteure einsatzbereit, lediglich hinter dem Einsatz von Phillip Müngersdorf steht wegen kleinerer Blessuren ein Fragezeichen. „Wir müssen jetzt einfach am Ball bleiben und die nächsten zwei Punkte holen. Dann bin ich sicher, dass wir rasch nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden“, sagt Jan Mittelsdorf.

(beck)