Handball: Enttäuschung bei der HSG Wesel

Handball : HSG Wesel verspielt beim 27:27 einen klaren Vorsprung

Der Verbandsligist musste sich gegen die Turnerschaft Grefrath mit einem Remis begnügen, weil er in der Schlussphase Schwächen in der Offensive zeigte. „Das Resultat ist frustrierend“, sagt Trainer Jan Mittelsdorf.

Der Aufschwung ist ins Stocken geraten: Nach dem ersten Saisonsieg in Vorst reichte es für Handball-Verbandsligist HSG Wesel am Sonntag in der Heimpartie gegen die Turnerschaft Grefrath nur zu einem 27:27 (14:12). Besonders ärgerlich ist dabei, dass der Gastgeber fast über die gesamte Spielzeit vorne lag, den Vorsprung aber nicht ins Ziel retten konnten. Insofern war die Enttäuschung bei Jan Mittelsdorf nach der Begegnung verständlich. „Das war heute ganz sicher ein Punktverlust. Wir haben es mehrfach versäumt, uns deutlich abzusetzen. Das Resultat ist frustrierend”, sagte der Weseler Trainer.

Von Beginn an bestimmte die HSG die Partie. Sie ging mit 3:0 (6.) und 4:1 (7.) in Führung. Doch schon da ließ sie einige Chancen aus, den Vorsprung auszubauen. So kam es, dass die Gäste immer wieder verkürzen konnten, in der 24. Minute zunächst auf 10:10 stellten und nur eine Minute später ihre einzige Führung im gesamten Spiel erzielten (11:10). Doch bis zur Halbzeit lagen die Weseler wieder mit 14:12 vorn.

Nach dem Wechsel lief es für den Oberliga-Absteiger zunächst weiter gut: Die HSG setzte sich Tor um Tor ab und führte zeitweise mit fünf Treffern. Bis in die Schlussphase hielt das Team den Kontrahenten auf Distanz, erspielte sich einige Treffer über den Kreis. Im Positionsangriff allerdings offenbarten die Weseler nun Probleme. Teilweise versuchten es die Rückraumspieler, so der HSG-Trainer, „mit der Brechstange. Mittelsdorf. „Da haben wir es verpasst, den Sack zuzumachen.”

Elf Minuten vor dem Ende führte die HSG mit 25:20. Alles deutete bereits auf den zweiten Saisonsieg hin, doch die Unkonzentriertheiten im Angriff wurden nun gnadenlos bestraft. Tor um Tor holten die Gref­rather auf und trafen in der vorletzten Spielminute zum Ausgleich. Und da Dominik Weber auch noch eine Zeitstrafe erhielt, waren die Weseler nicht mehr in der Lage, zurückzuschlagen. „Das war heute ein ganz bitteres Spiel”, sagte Mittelsdorf. „Aber wenn wir daraus lernen, sind wir in unserem Reifeprozess wieder ein Stück weiter.“

HSG Wesel: Baatz, Hünting - Müngersdorf (5/2), Borowski (1), Hauenstein, Vengels (2), Pobric (1), Da. Weber (4), Popovic, Hermann (1), Steffens (8), Do. Weber (6), Jacobi.

(beck)
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