Hamminkelnerin Isabel Mengeler geht bei Vielseitigkeits-EM an den Start.

Reiten : Der Traum von der EM wird für Isabel Mengeler wahr

Die Vielseitigkeitsreiterin des ZRFV von Lützow Hamminkeln startet bei der U-18-Europameisterschaft im niederländischen Maasbergen.

Vielseitigkeitsreiterin Isabel Mengeler vom ZRVF von Lützow Hamminkeln wird bei der vom 10. bis 14. Juli stattfindenden U-18-Europameisterschaft im niederländischen Maasbergen an den Start gehen. Für sie ist es die erste Teilnahme an einer EM überhaupt. „Es war mein größter Traum zur Euro zu fahren“, sagt Isabel Mengeler. Nach ihrem fünften Platz beim Preis der Besten und ihrer Silbermedaille bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft ist sie von Bundestrainerin Julia Krajewski für die Nachwuchs-EM in Maasbergen nominiert worden.

„Ich habe das ganze Jahr darauf hingearbeitet. Ich bin unglaublich froh, dass es geklappt hat und sehr stolz auf meine Pferde“, so Mengeler, die mit ihren Top-Pferden Checkred und Mighty Carrera nominiert ist. Die Entscheidung ist am Ende für ihren Wallach Mighty Carrera gefallen. „Mighty ist ein Kumpel-Typ. Er ist unheimlich verschmust im Umgang, aber auch absolut willensstark und versucht immer, alles richtig zu machen. Seine Stärken hat er vor allem im Springen“, so die 18-Jährige über ihr Pferd.

Chancen auf eine gute Platzierung habe das deutsche Team auf jeden Fall. „Unser Jahrgang ist extrem stark. Ich hätte es jedem gegönnt, mit zur EM zu fahren. Ich habe das Gefühl, dass wir alle auf einem ähnlich hohen Level sind“, sagt Mengeler. Dass bei ihrem ersten EM-Start auch die Nervosität eine Rolle spielt, ist klar. „Die Aufregung ist kurz vor dem Einritt am Schlimmsten. Ich habe richtig Herzflattern. Wenn die Startglocke geht, ist aber alles gut. Ich habe einen Tunnelblick und blende alles aus. Dann bin ich auch nicht mehr nervös“, sagt die Amazone.

Unterstützung vor Ort bekommt die junge Reiterin aus Hamminkeln von ihren Eltern. „Wir sind ein gutes Trio. Meine Mutter ist meine Pflegerin. Und mein Vater macht Fotos oder Videos“, sagt sie. An diesem eingespielten Trio halte sie auch fest. „Meine Mutter weiß zum Beispiel, dass ich vor einem Start alles alleine mache. Ich putze selber, lege selbst die Gamaschen an, sattle und trense. Sie weiß, dass ich das Gefühl brauche, alles selbst kontrolliert zu haben.“ Vor jeder Prüfung habe sie aber auch noch ein ganz persönliches Ritual: „Bevor ich einreite, küsse ich meine Kette, die ich von meinem Freund geschenkt bekommen habe. Das ist mein Glücksbringer.“

(che)
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