Hamminkelner SV trifft im Bezirksliga-Derby auf BW Dingden.

Fußball : Das Derby der großen Gegensätze

Der eine will hoch, der andere nicht runter: Im Lokalduell der Bezirksliga zwischen dem abstiegsbedrohten Hamminkelner SV und dem Aufstiegskandidaten BW Dingden geht es für beide Mannschaften um eine Menge.

Es ist mal wieder Derbyzeit in Hamminkeln. Und wie jedes Mal steigen Spannung und Nervosität der beiden Clubs im Vorfeld von Tag zu Tag. Die Partie am Sonntag  um 15 Uhr zwischen den Fußball-Bezirksligisten Hamminkelner SV und BW Dingden steht in diesem Frühjahr zudem unter einem ganz besonderen Stern, weil die Begegnung für beide von immenser Bedeutung ist. Für den HSV geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenverbleib. Die Blau-Weißen, derzeit Tabellenführer der Liga, möchten ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf Hamborn 07 im spannenden Aufstiegsrennen mindestens halten.

„Wir gehen als Favorit in diese Auseinandersetzung, wenn man auf die Tabelle blickt. Das nehmen wir auch sehr selbstbewusst so an. Aber wir wissen natürlich auch um die Brisanz eines solchen Derbys“, sagt BWD-Coach Dirk Juch. Auch auf Seiten des Gastgebers ist man sich der Bedeutung der Partie bewusst. Trainer Michael Tyrann und seine Spieler werden ohne Frage mit dem erforderlichen Respekt an diese große Aufgabe gehen, blicken dem Spiel aber auch mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein entgegen. Und dafür gibt es vor allem einen entscheidenden Grund: Die Formkurve des abstiegsbedrohten HSV zeigt seit einigen Wochen wieder nach oben.

Genau genommen ist der Hamminkelner SV bereits seit 210 Minuten ungeschlagen und ohne Gegentor, wenn man das Spiel gegen Arminia Lirich dazurechnet, dass beim Stande von 1:0 für den HSV nach einer guten halben Stunde wegen heftiger Sturmböen abgebrochen werden musste. „Schon im Hinspiel in Dingden sahen wir trotz der Niederlage sehr gut aus. Wir werden uns auch diesmal unsere Gedanken machen und uns taktisch etwas einfallen lassen, damit am Ende etwas Zählbares herauskommt”, sagt Tyrann.

Für ihn geht es vor allem darum, die „Zentrale zu schließen”, wo Tyrann die größte Qualität des Gegners ausgemacht hat. Vor allem von Mittelfeldspieler Kevin Juch, der bereits zehn Saisontreffer erzielt hat, hält der HSV-Coach eine Menge. „Dennoch wollen auch wir unsere Nadelstiche setzen und über Konter zum Erfolg kommen”, sagt er. Fehlen wird ihm allerdings neben den Langzeitausfällen Felix Paus (Meniskusschaden), Jörn Bergendahl (Bänderriss), Oliver Baumann (Knieverletzung) und Jonas Ihlbrock (Knieverletzung) voraussichtlich Raik Wittig, hinter dessen Einsatz nach einem Muskelfaserriss ein dickes Fragezeichen steht.

Auch sein Gegenüber Dirk Juch sorgt sich um Teile seines Personals. Neben Philipp Rensing (Kreuzbandriss), Maximilian Willing (Adduktorenverletzung) und Selcuk Özdas (Leistenprobleme) fehlt ihm in Mohamed Salman (Schulterverletzung) sein bislang erfolgreichster Stürmer, der bereits 20 Treffer auf seinem Konto hat.

Alle anderen aber sind fit und, so Juch, „heiß auf das Derby”, auch wenn die kompakte Defensive des Lokalrivalen sein Team vor eine große Aufgabe stellen könnte. Ungeachtet dessen ist Juchs Forderung an seine Spieler eindeutig. „Wir kommen als Spitzenreiter nach Hamminkeln, und wir wollen auch als Spitzenreiter wieder heimfahren. Und das am liebsten mit drei Punkten im Gepäck”, sagt der Dingdener Coach.