Hamminkelner SV muss diesmal nicht um Klassenerhalt zittern.

Fußball : Diesmal muss der HSV nicht zittern

Der Bezirksligist schaffte den Klassenerhalt im Vergleich zu den beiden vorherigen Spielzeiten ohne Mühe und frühzeitig. Daran änderte auch ein zwischenzeitlicher Durchhänger nichts. Ein Trio soll das Team weiter verstärken.

Fußball-Bezirksligist Hamminkelner SV hat seine Vorgaben in vollem Umfang erfüllt. Die Zielsetzung im Sommer des letzten Jahres war eindeutig: „Wir wollen nicht bis zur 95. Minute des letzten Spieltages gegen den Abstieg spielen”, hatte Trainer Michael Tyrann von seinen Akteuren damals gefordert. Und die erfüllten seinen Wunsch, machten den Klassenerhalt vier Spieltage vor dem Saisonende perfekt.  „Zudem haben wir als Sahnehäubchen die erste Runde des Niederrheinpokals erreicht”, freut sich der HSV-Coach.

Tyrann präsentierte nach Thorsten Albustins überraschendem Abgang in seinem ersten Jahr als veranwortlicher Übungsleiter nicht nur einen 26 Mann starken Kader, weil er die Verletzungsmisere noch vor Augen hatte. Er schuf auch einen Spielerrat, in dem neben dem spielenden Co-Trainer Peter Hütten und Kapitän Sascha Tünte auch Tom Klump, Tom Wirtz, Pascal Krause und Jan Sweers standen. Einmal im Monat traf sich das Gremium, um zu analysieren und zu diskutieren. „Mir ging es vor allem darum, Hierarchien zu schaffen”, so Tyrann.

Der Start schien im Recht zu geben. Mit zehn Punkten aus den ersten vier Begegnungen gehörte der HSV anfangs sogar zu den Spitzenteams der Liga. Anders als in den beiden Spielzeiten zuvor, schien man in Hamminkeln einer entspannten Runde entgegenzusehen. Vor allem die rasche Integration der vier Neuzugänge, wie beispielsweise Christian Blümer, der es in seinem ersten Senioren-Jahr direkt zum Stammspieler schaffte, schien das Spiel des HSV zu beflügeln. „Da hat man gesehen, dass wir jeden in dieser Liga schlagen können, wenn wir in Bestbesetzung antreten.”

Doch dann gab’s erneut Verletzungspech. Zeitweise fehlten dem Trainer gleich zehn Spieler, darunter Leistungsträger wie Peter Hütten, Tom Klump oder Maximos Fachantidis. „Das war dann nicht mehr zu kompensieren. Dennoch habe wir es ordentlich gemacht, aber am Ende der Hinrunde einfach zu wenig Punkte auf dem Konto gehabt.”

Und weil das nach der Winterpause erst einmal so weiterging, rückte die Abstiegszone langsam näher. Gravierend war eine Phase von sechs Spielen, in denen die Hamminkelner ohne Torerfolg blieben und lediglich einen Punkt holten. Erst mit dem 3:0-Erfolg gegen RWS Lohberg, den Torjäger Tom Wirtz mit drei seiner insgesamt 25 Saisontreffer sicherte, platzte der Knoten und der Hamminkelner SV fand zurück in die Spur. 

Die Vorstellungen Tyranns für die kommende Spielzeit sind nahezu unverändert. Das Ziel ist erneut der frühzeitige Klassenverbleib. Drei Neuzugänge sollen dabei helfen. Defensiv-Spezialist Oliver Vos (28) kommt vom Landesligisten PSV Wesel. Pascal Kluitmann (26) vom TuS Gahlen und Alexander Siepen (19) von Fortuna Millingen sind Alternativen für die Offensive. „Wir wollen im Angriff neben Tom Wirtz die Qualität erhöhen”, sagt der HSV-Coach.

Bereits am 1. Juli will Tyrann seinen gesamten Kader zum Trainingsauftakt versammeln. Fraglich aber ist, ob die beiden Langzeitverletzten Felix Paus (Meniskusschaden) und Marius Laub (Kniescheibenverletzung) dann wieder dabei sein können. „Beide sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch immer nicht fit”, so der HSV-Trainer. Der erste Test wartet auf seine Schützlinge am 7. Juli, wenn der Hamminkelner SV den TuS Gahlen empfängt. „Schon da wird ein schlagkräftiges Team auf dem Platz stehen“, so Tyrann.

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