Lokalsport: Hamminkelner SV erkämpft drei Punkte

Lokalsport : Hamminkelner SV erkämpft drei Punkte

Der Fußball-Bezirksligist startet mit einem überraschenden 2:1-Sieg gegen den Aufstiegsaspiranten SC Oberhausen in die Saison. Hendric Storm und Maximos Fachantidis erzielen die Treffer des HSV. Zwei Rote Karten für den Gast.

Michael Tyrann war nach Spielschluss nicht zu bremsen. Der Co-Trainer des Fußball-Bezirksligisten Hamminkelner SV, der gestern Coach Thorsten Albustin (Urlaub) an der Linie vertrat, freute sich ausgelassen über den 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den favorisierten SC 1920 Oberhausen und über einen gelungenen Start in die neue Saison. "Ich bin überglücklich", sagte Tyrann. "Wir haben mit einem Riesenaufwand gegen eine spielstärkere Mannschaft einen ganz wichtigen Dreier gelandet."

In einem kampfbetonten Spiel sah es zunächst nicht so aus, als könnte der Gastgeber gegen den Aufstiegsaspiranten auf Zählbares hoffen. 20 Minuten lang hielten die Oberhausener den Druck hoch und erarbeiteten sich gleich mehrere gute Chancen. Umso überraschender fiel der Führungstreffer für den Gastgeber nach 21 Minuten. Tom Wirtz war in Strafraumnähe gefoult worden, den Freistoß verwandelte Hendric Storm trocken aus 18 Metern.

Der SC 1920 Oberhausen war geschockt. Nach vorn gelang bis zur Pause nur noch wenig. Und als SCO-Keeper Manuel Schulz Sekunden vor dem Halbzeitpfiff den heranstürmenden Hendric Storm vor dem Strafraum zu Fall brachte, zückte der Referee die Rote Karte. Den Freistoß schoss Wirtz an die Unterkante der Latte, nicht ins Tor.

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Nach Wiederanpfiff ließen die Gäste zunächst jeglichen Schwung vermissen. Der ersatzgeschwächte Hamminkelner SV kontrollierte das Geschehen und konnte in der 53. Minute nachlegen. Ein langer Ball aus dem Mittelfeld erreichte Christoph Müller, der dem freistehenden Maximos Fachantidis zum 2:0 auflegte.

Erst ein vom eingewechselten Ümit Ertural zum 1:2 verwandelter Freistoß in der 69. Minute gab das Signal zum Schlussspurt der Oberhausener. Der Druck des Gastes nahm zu, die Hamminkelner Abwehr musste Schwerstarbeit leisten. Einer der wenigen Entlastungsangriffe allerdings hätte beinahe die Vorentscheidung gebracht, als sich erneut Hendric Storm ein Herz fasste und einen Freistoß aus 35 Metern ans Torgebälk schoss.

Eine Schrecksekunde mussten die Hamminkelner Fans unter den 280 Zuschauer allerdings noch überstehen, als in der Nachspielzeit der Oberhausener David Fojcik im Strafraum zu Boden ging, der Elfmeterpfiff des Unparteiischen aber ausblieb. Wenige Sekunden später war die Begegnung vorbei, doch wegen dieser letzten Szene kam es zu Handgreiflichkeiten. Der Schiedsrichter, der zehn Gelbe Karten verhängt hatte, zeigte nach dem Abpfiff noch dem Oberhausener Einwechselspieler Skordian Morina wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Tyranns Freude litt darunter natürlich nicht. "Wir mussten ohne zehn Spieler auskommen", sagte er. "Ich ziehe den Hut vor dieser Leistung des Teams."

(RP)