Hamminkelner SV darf gegen VfB Homberg lange vom Pokal-Coup träumen

Fußball : Hamminkelner SV darf lange vom Pokal-Coup träumen

Der Bezirksligist zeigt beim 0:2 in der ersten Runde des Niederrheinpokals im Heimspiel gegen den Regionalligisten VfB Homberg eine bemerkenswert gute Leistung. Der Außenseiter hält bis zur 80. Minute ein 0:0.

Der VfB Homberg hatte sein Highlight in dieser Fußball-Saison schon am Sonntag. Der Aufsteiger in die Regionalliga verlor vor mehr als 5000 Zuschauern in der Arena das MSV Duisburg seine Heimpartie gegen Rot-Weiss Essen mit 1:2. Gestern sorgte der VfB mit seinem Auftritt in der ersten Runde des Niederrheinpokals beim Bezirksligisten Hamminkelner SV dafür, dass der Gastgeber sein Spiel des Jahres hatte. Er durfte dabei einige Zeit sogar vom großen Coup im Cup träumen . Denn beim Außenseiter stand beim 0:2 (0:0) bis zur 80. Minute die Null

VfB-Trainer Stefan Janßen hatte zwar angekündigt, dass er den Gegner durchaus ernst nehmen würde. Den Worten ließ er bei der Aufstellung indes keine Taten folgen. Denn mehr Rotation geht nicht. Kein Spieler des Teams, dem der Coach in den ersten beiden Meisterschaftsspielen von Beginn an das Vertrauen geschenkt hatte, stand in der Start­elf. Das hat dem HSV sicherlich die schwere Aufgabe etwas erleichtert, gegen den großen Favoriten eine gute Figur abzugeben.

Die Mannschaft von Trainer Michael Tyrann machte dem Gegner das Leben aber auch mit großem Engagement und viel Laufbereitschaft enorm schwer. Der VfB kam lange nur zu wenigen zwingenden Chancen, weil der HSV in der Defensive aufopferungsvoll arbeitete. Und nicht nur das. Die Mannschaft hätte sogar in Führung gehen können. Pascal Kluitmann verfehlte in der 31. Minute aus 13 Metern das Tor. Die Gelegenheit für den Außenseiter wäre noch größer gewesen, wenn der Neuzugang des HSV den Ball zum wesentlich besser postierten Oliver Hooymann gespielt hätte.

Die Hamminkelner Kicker bekamen für ihre ausgesprochen gute Vorstellung beim Gang in die Pause Applaus vom Publikum. Und auch Michael Tyrann war rundum zufrieden mit seinem Personal. „Die Mannschaft spielt sehr gut“, stellte er fest. Seine Schützlinge machten es auch in Hälfte zwei gut, bereiteten dem Regionalligisten unverändert erhebliche Probleme. Und sie hatten durch Alexander Siepen (48.), Pascal Bongers (57.) und Tom Wirtz (62., 65.) weitere Chancen zur Führung, wobei der HSV bei den beiden Aktionen von Wirtz vergeblich einen Elfmeter forderte.

Der VfB erhöhte in der Schlussphase den Druck, als er unter anderem seinen Torjäger Danny Rankl (71.) ins Spiel brachte. Rankl war es auch, der mit seinen Treffern in der 80. und 88. Minute dafür sorgte, dass der Regionalligist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen ist. Der Gewinner des Spiels war aber der Außenseiter. „Besser kam man es gegen einen Gegner, der drei Klassen höher spielt, nicht machen“, sagte HSV-Trainer Tyrann.

Hamminkelner SV: Tünte - Hollenberg (73. El Toufaili), Hütten, Vos, Müller, Blümer, Klump (85. Quartsteg), Siepen, Wirtz, Hooymann (46. Bongers), Kluitmann (82. Wittig).

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