Lokalsport: GW Lankern: Der Star ist die Mannschaft

Lokalsport : GW Lankern: Der Star ist die Mannschaft

Das Team von Markus Rambach schafft mühelos den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga A, obwohl es nach dem Verlust einiger Leistungsträger einen Neuaufbau gibt. Der Verein setzt mit Erfolg auf Kräfte aus den eigenen Reihen.

Fußball-A-Ligist GW Lankern hat eine ruhige Saison erlebt. Die Grün-Weißen belegten am Ende den elften Platz. Mit dem Abstiegskampf hatten die Lankerner wenig zu tun. Das war nicht unbedingt zu erwarten. Schließlich hatten einige erfahrene Stammkräfte ihre Laufbahn vor der Spielzeit beendet. "Viele haben damit gerechnet, dass wir absteigen", sagt Trainer Markus Rambach mit etwas Genugtuung. Bereits einige Wochen vor dem Saisonende hatte seine Mannschaft den Klassenerhalt sicher. Dass es eine derart sorgenfreie Saison werden würde, damit hatte selbst der GWL-Übungsleiter nicht gerechnet: "Denn personell hatte sich im vergangenen Sommer ja einiges getan."

Acht Stammkräfte, die noch die Bezirksliga-Zeiten von GW Lankern miterlebt haben, hatten ihre Laufbahn beendet. Dafür rückten Talente aus der Jugend und den Reserve-Teams auf. "Dieser Umbruch war abzusehen. Es war ja klar, dass diese Akteure nicht mehr ewig spielen", so Rambach. Er musste sein Team, das dem Abstieg in der Saison zuvor nur knapp entgangen war, umbauen. Abgeschlossen ist dieser Prozess noch nicht. "Aber wir sind auf einem guten Weg", sagt Rambach, dessen neu formiertes Team zunächst etwas Anlaufzeit benötigte.

In den ersten 13 Saisonspielen gingen die Grün-Weißen nur zweimal als Sieger vom Platz und holten insgesamt zwölf Zähler. Nach der Hinrunde hatte die Mannschaft gerade einmal 16 Punkte auf dem Konto. Eine magere Bilanz, die aber auch auf zahlreiche verletzte Spieler zurückzuführen war. Als sich das Lazarett zur Rückserie nach und nach lichtete, kam der Erfolg. In der zweiten Saisonhälfte holte sich das Team von Markus Rambach 24 Punkte auf das Konto. Ein Grund für die ansteigende Formkurve war auch die stabile Defensive. "Wir konnten in der Rückrunde oftmals die gleiche Abwehr aufbieten und standen sehr sicher", so Rambach. In der Offensive konnte er sich zudem auf seine erfahrenen Torjäger Rouven Zeitz (13 Tore) und den in der Winterpause reaktivierten Patrick Moschner (8) verlassen.

Das Erfolgsrezept war für den GWL-Coach aber der Teamgeist. "Wir haben keine überragenden Spieler in unseren Reihen. Wir treten aber als Mannschaft auf. Das macht uns stark", sagt er. Die Entwicklung seines Teams sieht er noch lange nicht beendet. Auch in Zukunft will er junge, hungrige Spieler in die Mannschaft einbauen. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass vor allem in den eigenen Reihen Potenzial vorhanden ist - sei es in der A-Jugend, der zweiten oder dritten Mannschaft.

"Das ist unser Konzept. Es ist für uns ohnehin schwer, Spieler von außerhalb nach Lankern zu lotsen", sagt der Coach, den bereits eine Hiobsbotschaft ereilt hat. Routinier Marco Lohkamp-Schmitz hat sich kurz vor Saisonende einen Kreuzbandriss zugezogen. "Das ist bitter für ihn und für uns. Mit Marco können wir in diesem Spieljahr nicht mehr rechnen", sagt Rambach. Aber auch dieser Ausfall soll im Kollektiv aufgefangen werden.

(RP)
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