GW Flüren trotzt dem PSV Wesel ein Remis ab

Fußball : Überraschung: GW Flüren trotzt dem PSV Wesel ein Remis ab

Stadtmeisterschaft: Der Außenseiter aus der Kreisliga B verbucht einen Punkt gegen den Landesligisten. Beide Teams trennen sich 1:1. Viktoria Wesel vergibt die Chance zum Finaleinzug mit dem 2:2 gegen den SV Ginderich.

Die erste große Überraschung bei der Weseler Fußball-Stadtmeisterschaft ist perfekt. Im zweiten Gruppenspiel kam der Landesligist PSV Wesel auf der Anlage des SV Bislich nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den B-Ligisten GW Flüren hinaus. Nun gibt es zwischen diesen beiden Kontrahenten ein Kopf-an-Kopf-Rennen (siehe Box) um den Einzug in das Finale am Sonntag um 16 Uhr.

„Das war richtig schlecht. Träge, kein Tempo – da hat alles gefehlt, was uns sonst auszeichnet“, sagte PSV-Trainer Björn Assfelder. Hauptsächlich hatte er diesmal die Akteure aufgeboten, die im Test am Mittwoch gegen den Oberligisten VfB Speldorf (3:3) nicht zum Zuge gekommen waren. „Natürlich waren die etwas angesäuert. Aber dann erwarte ich, dass sich diese Spieler anbieten. Dies war überhaupt nicht der Fall“, so der Coach.

Nun muss voraussichtlich ein Kantersieg gegen den C-Ligisten SV Ginderich her, um die Chance auf die Titelverteidigung zu wahren. „Auf der Anlage hatte die Runde gemacht, dass Ginderich am heutigen Freitag nicht antritt“, sagte Assfelder. „Das habe ich auch gehört, doch dies ist absoluter Humbug. Wir laufen gegen den PSV auf“, sagte Ginderichs Trainer Pascal Tepass zu den Gerüchten. „Mit dem Spiel bin ich sehr zufrieden, wir sind selbstbewusst und mutig aufgetreten“, sagte Flürens Übungsleiter Sascha Ressel. Auch das 0:1 durch einen direkt verwandelten Freistoß von Christopher Abel (8.) brachte den Außenseiter nicht aus dem Konzept. Die Grün-Weißen standen kompakt in der Abwehr und setzten auch hin und wieder Nadelstiche nach vorne. „Wir wussten, dass der Gegner Schwierigkeiten besitzt, wenn er das Spiel gestalten muss“, so Ressel.

Der Ausgleich gelang dem zweiten Flürener Coach, der als Spielertrainer agiert. Marvin Prietzel nutzte einen Fehlpass des PSV-Keepers aus mehr als 40 Metern zum Lupfer über den Schlussmann (45.).

„Aus dem Spiel heraus haben wir auch nur eine Chance zugelassen“, stellte Sascha Ressel fest. Nun wollen die Flürener Fußballer ihre gute Ausgangslage als Spitzenreiter der Gruppe A auch nutzen. „Nach dem bisherigen Verlauf wäre das Spiel um Platz drei für uns eine Enttäuschung“, sagte der GWF-Übungsleiter.

Die Chance auf eines der beiden Endspiele vergab Viktoria Wesel. Gegen den C-Ligisten SV Ginderich reichte es nur zu einem 2:2 (1:1). Auch den Einzug ins kleine Finale hat Wolfgang Hartje zu den Akten gelegt. „Da müssten wir ja 6:0 gegen GW Flüren gewinnen“, sagte der Viktoria-Coach.

Hartje hatte gegen Ginderich die jungen Wilden aufgeboten. „Das war ein schwaches Spiel von beiden Seiten und ein Lernprozess für meine jungen Akteure“, so Wolfgang Hartje. Besonders ein Leitwolf habe seinem Team gefehlt, das nach 18 Minuten durch Dimitrios Stathoulidis mit 1:0 in Führung gegangen war. Doch fast postwendend glich Jonas Gossner für den C-Ligisten aus.

„Nach der Pause hatten wir uns etwas vorgenommen, aber das Team war zu jung“, sagte Hartje. Erneut hatte seine Elf durch Peter Geilenkirchen vorgelegt (55.), doch Andre Scholten besorgte den Endstand (57.). Ginderichs Tolgay Karakus sah noch die Rote Karte wegen Schiedsrichter-Beleidigung (59.).

„Das hat mich am meisten geärgert“, stellte Pascal Tepass fest. Ansonsten war der Gindericher Coach mit der Leistung „ganz zufrieden. Das 2:2 geht für beide Seiten auch vollkommen in Ordnung.“ Gegenüber der 1:8-Niederlage am Montag gegen GW Flüren hatte der Trainer taktisch umgestellt. „Da hatten wir es mit einer Viererkette probiert, das ging absolut in die Hose“, so Tepass. Mit der Rückkehr zu der bewährten 3-5-2-Formation lief es gegen Viktoria Wesel wesentlich besser. Das sah auch der Coach so: „Da war alles wieder da, auch das Zweikampfverhalten.“

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