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Lokalsport: GW Flüren muss ein neues Team aufbauen

Lokalsport : GW Flüren muss ein neues Team aufbauen

Fußball-Kreisliga B: Die Mannschaft muss elf Abgänge verkraften. Trainer Sascha Faßbender und neun Spieler sind neu dabei.

Er war der Wunschkandidat für den Trainerposten. Doch Sascha Faßbender wollte eigentlich kürzertreten. Seit dem 1. Juli ist Faßbender nun doch Coach beim Fußball-B-Ligisten GW Flüren. "Die Not war ja groß. Ich helfe so lange aus, bis ein neuer Trainer da ist", sagt der 42-Jährige. Die Freundschaft mit dem Flürener Fußball-Abteilungsleiter Roger Wagner führte zum Umdenken bei Sascha Faßbender. In die Bredouille waren die Flürener geraten, da der eingeplante Coach Tihomir Borojevic kurzfristig beim 1. FC Bocholt II angeheuert hatte.

Über welchen Zeitraum Sascha Faßbender nun das Ruder beim B-Ligisten übernimmt, weiß er selbst nicht so genau. Nur für drei Monate werde dies aber wohl nicht sein. "Damit würde man zu viel Unruhe in die Mannschaft bringen", sagt der Trainer, der bis auf einen Abstecher zum TuS Haffen-Mehr ausschließlich bei Viktoria Wesel als Coach arbeitete. Auch an einen "Cut in der Winterpause" glaubt Faßbender nicht. Ohne es offiziell zu äußern, stellt er sich wohl auf eine komplette Saison ein.

Was diese den Grün-Weißen bringt, ist für Faßbender stark von Verletzungspech und möglichen Sperren abhängig. "Wenn wir gut durch die Saison kommen, könnten wir schon auf Augenhöhe mit den Favoriten sein", sagt er. Angesichts des kleinen Kaders "kann es aber auch in die andere Richtung gehen". Denn GW Flüren muss mit dem Handicap leben, dass es keine zweite Mannschaft mehr gibt.

Personell hat sich einiges getan. Gleich elf Spieler sind nicht mehr dabei, davon beendeten drei ihre Laufbahn. Dem stehen neun Neuzugänge gegenüber. Marvin Prietzel und Marc Ressel kamen etwa vom Bezirksliga-Absteiger SV Bislich. Kevin Sengbusch, Martin Fischer, Hendrik Bast und Tanju Sayman wurden reaktiviert. "Das ist schon ein Neuaufbau", sagt Faßbender.

Bei der Stadtmeisterschaft offenbarte GWF noch große Defizite in der Defensive. "Hier haben wir ein paar Schritte nach vorne gemacht. Es ist halt schwer, eine Viererkette mit neuem Personal einzustudieren", sagt der Übungsleiter ein. Das Team müsse sich jetzt so schnell wie möglich finden. Eines ist für den Coach dabei klar: "In der Offensive haben wir extreme Qualität."

(RP)