Lokalsport: Gottschling hört beim RSV Praest auf

Lokalsport : Gottschling hört beim RSV Praest auf

Der Routinier wird aus beruflichen Gründen nicht mehr für den Fußball-Bezirksligisten auflaufen, der im Abstiegskampf steckt. Auch Stefan Bock gehört nicht mehr zum Kader. Maveric Hülsmann kehrt zurück.

Die vergangenen Monate liefen für den Fußball-Bezirksligisten RSV Praest alles andere als optimal. Trainer Roland Kock bringt es auf den Punkt. "Wir stecken mitten im Abstiegskampf", sagt der Übungsleiter angesichts von nur vier Punkten Vorsprung vor dem Relegationsplatz. "Wir müssen jetzt auf jeden Fall besser aus den Startlöchern kommen."

Schlechte Erinnerungen hat der Coach nämlich an den Saisonbeginn, als sein Team in den ersten acht Spielen nur sechs Punkte verbuchte. Da die im Dezember angesetzten ersten beiden Begegnungen der Rückrunde dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen sind, haben die Schwarz-Gelben bislang erst die 17 Spiele der Hinserie bestritten, in denen 21 Zähler geholt wurden.

Der RSV Praest muss sich in der Rückrunde vor allem bei der Defensivarbeit steigern. Die Null stand beim Bezirksligisten nach keinem Spiel. 42 Gegentreffer hat er bereits kassiert. "Die ganze Mannschaft muss bei der Abwehrarbeit mehr mitmachen", sagt der RSV-Coach, der auf der anderen Seite immerhin 41 eigene Torerfolge bejubeln konnte.

Zehn Treffer davon gingen auf das Konto von Patrick Gottschling. Auf den 35-jährigen Routinier muss der RSV jedoch ab sofort verzichten. Der Allround-Spieler, der mehr als zehn Jahre in Praest aktiv war, steht aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. "Das ist sicherlich ein großer Verlust. Patrick war immer ein Spieler, der den Unterschied ausmachen konnte", sagt Kock. "Unser Kader sollte aber stark genug sein, um das aufzufangen." Deshalb ist der Trainer optimistisch, mit seinem Team den Klassenerhalt schaffen zu können.

Ein weiterer Spieler, der künftig nicht für den RSV auflaufen wird, ist Stefan Bock, der den Verein verlassen hat. Dafür kann Roland Kock einen alten Bekannten begrüßen. Maveric Hülsmann (22) ist zurück beim RSV Praest, nachdem er erst eine Spielzeit für den VfB Rheingold und dann ein halbes Jahr für den SV Vrasselt aufgelaufen war. In den kommenden Wochen wird Keeper Dennis Döring ausfallen, der an einer Leistenverletzung laboriert. Deshalb werden in den nächsten Partien Daniel Vollmer oder Torwart-Trainer Christoph Legeland zwischen den Pfosten stehen.

Michael Schulz musste zuletzt aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten. Kock hofft, dass der 29-Jährige möglichst schnell wieder fit wird. Fabian Meyer, der sich vor der Saison eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, ist zumindest schon wieder ins Lauftraining eingestiegen. "Es freut mich, dass bei ihm bisher alles gut verlaufen ist. Man muss aber abwarten, ob es in dieser Saison schon zu Einsätzen reichen wird."

Neben der Vorbereitung auf die Rückrunde laufen beim RSV Praest schon die Planungen für die neue Spielzeit. "Wir führen derzeit Gespräche in alle Richtungen. Es wird sicherlich Veränderungen geben, von denen einige auch bald spruchreif sein werden", sagt Kock, der in der Saison 2018/19 in sein 15. Jahr als Trainer beim RSV gehen wird.

(RP)