Fußball: Gonschiors Rückkehr

Fußball : Gonschiors Rückkehr

Hamminkelner Derby in der Fußball-Bezirksliga: Coach Jörg Gonschior tritt mit BW Dingden beim HSV an, mit dem er einst den Aufstieg in die Klasse schaffte. Beide Trainer spielen die Bedeutung der Partie im Vorfeld herunter.

Die Atmosphäre auf dem Platz wird während der 90 Minuten ohnehin ein wenig erhitzt sein. Das wissen beide Übungsleiter vor dem Hamminkelner Derby in der Fußball-Bezirksliga. Deshalb sind Philipp Mayrhauser, Coach des Gastgebers HSV, und Jörg Gonschior, Trainer des Tabellenzweiten BW Dingden, vor der morgigen Begegnung auch bemüht, nur ja kein Öl ins Feuer zu gießen.

"Emotionen im Zaum halten"

Gonschior spricht nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass gegen Spieler seines Teams in dieser Saison bereits vier Platzverweise verhängt wurden, davon, dass es "wichtig ist, die Emotionen während der Begegnung im Zaum zu halten". Mayrhauser spielt die Bedeutung des Duells der Lokalrivalen derweil herunter. "Wir freuen uns auf eine Partie gegen ein Top-Team der Liga. Die Lokalrivalität spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle", meint Mayrhauser.

Für den Hamminkelner Coach ist vor allem wichtig, dass sich seine Mannschaft, die in den letzten fünf Partien 13 von 15 möglichen Punkten holte, diszipliniert an die taktische Vorgabe hält. "Wir müssen unser System durchziehen und uns nicht auf einen offenen Schlagabtausch einlassen", meint Mayrhauser, der sich mit seinem Team in den letzten Wochen bis auf Rang sechs vorgearbeitet hat. Für ihn ist es erst das dritte Hamminkelner Derby. Sein Gegenüber hat schon mehr erlebt.

Diesmal steht Jörg Gonschior aber zum ersten Mal auf der anderen Seite. Er war es, der den Hamminkelner SV vor Jahren von der Kreisliga B bis in die Bezirksliga führte und kennt auch noch fast alle Spieler des Gegners. Doch auch in dieser Hinsicht versucht der Dingdener Trainer die Emotionen vor der Begegnung mit der eigenen Vergangenheit herunterzufahren. "Die Rivalität dieser beiden Clubs war für mich schon als HSV-Trainer nicht so wichtig, da ich selbst nicht aus Hamminkeln komme. Trotzdem verspürt man natürlich eine besondere Vorfreude auf dieses Spiel", sagt Gonschior. Er kann morgen wieder auf Oliver Kottwitz und Dennis Wanders zurückgreifen, die ihre Rot-Sperren abgesessen haben. Dies galt allerdings noch nicht für Aydin Can. Auch Selcuk Özdas (Leistenverletzung) fehlt.

Carsten Bossow wieder im Kader

Beim Hamminkelner SV kehrt der stellvertretende Kapitän Carsten Bossow ins Aufgebot zurück. Der Mittelfeldakteur hatte wochenlang gefehlt, weil sich ein Nerv im Nacken entzündet hatte. "Carsten hat keine Beschwerden mehr und auch sehr gut trainiert", sagt Mayrhauser. Er ließ gestern aber noch offen, ob Bossow von Beginn an spielen wird.

(RP)