Fußballprofi Robin Gosens besucht Eltener Grundschule.

Fußball : Eine Schulstunde mit Fußball-Profi Robin Gosens

Beim Besuch seiner alten Schule kickte der Italien-Legionär mit den Schülern, schrieb Autogramme und beantwortete Fragen. Lehrer und Kinder waren restlos begeistert.

Über eine ganz besondere Schulstunde durften sichdie Mädchen und Jungen der Luitgardis-Grundschule in Elten freuen. Fußball-Profi Robin Gosens besuchte während seines Urlaubs bei den Eltern seine alte Schule. Und machte gleich eine nicht ernst gemeinte Ansage. „Fans von Borussia Dortmund dürfen mir aber keine Fragen stellen“, sagte Gosens, der seit frühester Kindheit Anhänger des Ruhrpott-Rivalen FC Schalke 04 ist und bei den Königsblauen momentan selbst als Neuzugang für die kommende Saison im Gespräch ist.

Die Mädchen und Jungen der Klasse 4a löcherten Robin Gosens, der in der vergangenen Saison mit Atalanta Bergamo mit dem Erreichen des italienischen Pokalfinales und der Qualifikation für die Champions League als Tabellendritter der Serie A eine überaus erfolgreiche Saison absolviert hat, mit Fragen. Ob er schon mal eine Rote Karte gesehen habe und ob er sich mit Cristiano Ronaldo WhatsApp schreibe, wollten die Kinder beispielsweise wissen. „Weder noch“, so Gosens, der am Berufskolleg in Wesel sein Abitur gemacht hat.

„Ich habe das Pokalfinale gesehen“, sagte Viertklässler Oscar Jansen. „Da hätten wir eigentlich einen Elfmeter bekommen müssen. Wir haben uns alle sehr über den Schiedsrichter aufgeregt“, sagte Linksfuß Robin Gosens, der mit seiner Mannschaft das Endspiel der Coppa Italia gegen Lazio Rom unglücklich mit 0:2 verloren hatte.

Gut gelaunt beantworte Robin Gosens im Klassenraum Fragen. . Foto: Lindekamp

Brigitte van Nüß, die in der Klasse 4 a als Lesepatin aktiv und eine Nachbarin von Robin Gosens ist, hatte die Idee zum Besuch des Fußballprofis und war auch ihm auf dem Fahrrad zur Schule gekommen. „Das weckt sofort alte Erinnerungen. Ich war bestimmt schon zehn Jahre nicht mehr hier“, so der heimatverbundene Fußballer, der sich über die „tolle und ehrliche Wertschätzung der Kinder“ freute.

Etliche Autogramme musste der prominente Gast, der am gestrigen Freitag seinen 25. Geburtstag feierte, schreiben – auf T-Shirts, Schuhe oder Körperteile. „Jetzt kann ich nicht mehr am Schwimmunterricht teilnehmen“, sagte ein Mädchen, nachdem es die Unterschrift auf den Arm erhalten hatte, und lachte. Da es in Italien in der Regel keine Autogrammkarten gibt, hatte Gosens selbst Fotos mitgebracht, die er fleißig signierte. „Die Kinder haben überhaupt keine Berührungsängste“, sagte Lehrerin Jutta Miklis.

Die rund 100 Schüler und Schülerinnen aus den vier Klassen stellten sich danach zu einem Erinnerungsfoto mit dem Profi auf, ehe anschließend natürlich auf dem Fußballplatz noch gekickt wurde - mit Robin Gosens mittendrin. „Das war richtig cool“, so Kevin Köb, der selbst bei Fortuna Elten spielt.

(RP)
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