Fußball: TuS Drevenack hat mehr Alternativen

Fußball : TuS Drevenack hat mehr Alternativen in der Offensive

Der B-Ligist will in der kommenden Saison einen Platz unter den besten fünf Mannschaften erreichen. Torjäger Rico Schendel soll im Angriff entlasten werden. Das Team feierte in den letzten beiden Testspielen klare Siege.

Michael Skaletz will sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Dazu schätzt der Trainer des Fußball-B-Ligisten TuS Drevenack die Klasse als zu stark ein. „In der Gruppe 2 sind zwölf erste Mannschaften und extrem viele, die sich den Aufstieg zum Ziel gesetzt haben“, sagt der 49-Jährige. Für ihn kommt dies nicht infrage. „Ich werde auf keinen Fall dieses Ziel ausgeben.“ In seinem zweiten Jahr als Coach der TuS soll es aber schon etwas mehr sein als der achte Rang aus der vergangenen Saison. „Platz fünf plus“, gibt Skaletz vor. Allerdings dürfe dann personell nicht viel passieren.

Der Kader umfasst zwar 23 Spieler, doch zwei bleiben wohl erst einmal außen vor. Mit Hendrik Liedtke (Kreuzbandriss) rechnet der Coach frühestens 2019. Bei Jan Liebrand besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Die MRT-Untersuchung erfolgte beim Abwehrspieler bereits, aber der behandelnde Arzt befindet sich im Urlaub. „Bei ihm weiß ich überhaupt noch nicht, wo ich dran bin“, sagt Skaletz. Ähnliches gilt für Andre Retschuch, der zum 1. September ein Studium aufnimmt und zu den Trainingseinheiten jeweils Vorlesungen  hat.

Im Sommer hat sich das Personalkarussell der Drevenacker ein wenig gedreht. Mit Philip Salomon (pausiert), Chris Gubbels (DJK Vierlinden II), Marvin Dudzek (Wacker Dinslaken), Sebastian Kilbinger (Weseler SV) und Alessandro Lantella (SW Alstaden) kehrten fünf Akteure dem Club den Rücken. Dem stehen vier Neuzugänge gegenüber: Jan Eul (SV 08/29 Friedrichsfeld II), Patrick Golz (zuletzt SC Buschhausen), Robin Schlitt (VfB Lohberg) und Burkhard Kleine (STV Hünxe). Mit den beiden Letztgenannten verspricht sich der TuS-Übungsleiter „mehr Handlungsspielraum im vorderen Bereich“.

Denn dort war Rico Schendel oft auf sich alleine gestellt. Der 29-Jährige erzielte mehr als 40 Prozent der TuS-Treffer – 27 von 62. Michael Skaletz hofft, in der neuen Spielzeit nicht ganz so abhängig von Rico Schendel zu sein. Deshalb soll sein Team den Gegner verstärkt unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen. „Aktiver verteidigen“, nennt dies der Coach. Bei einem frühzeitigen Ballgewinn ist der Weg zum Tor dann auch nicht mehr ganz so weit.

Apropos Tor: In einen kleinen Torrausch spielten sich die Drevenacker in den vergangenen zwei Testpartien gegen B-Ligisten. Einem 11:2 gegen den TV Jahn Hiesfeld III folgte ein 7:2 gegen den SC Buschhau­sen III. „Hoffentlich waren dieses Spiele nicht Gift für uns, denn viel gebracht haben sie uns nicht“, sagt Michael Skaletz. Die Kontrahenten seien einfach zu schwach gewesen. „Deshalb wissen wir überhaupt nicht, wo wir eigentlich stehen.“ Zum Meisterschaftsauftakt zu Hause gegen Viktoria Wesel wird die TuS auf jeden Fall ganz anders gefordert.

Und gerade der Start ist für Michael Skaletz von besonderer Bedeutung. „Der ist entscheidend, schließlich wollen wir relativ zügig in die obere Tabellenhälfte kommen.“ Ein Platz in diesen Regionen soll es dann auch in der Winterpause sein. Weitere Prognosen will der Trainer der TuS Drevenack nicht abgeben, die zuletzt in der Spielzeit 2013/14 dem Kreis-Oberhaus angehörte – eine Saison zuvor sogar der Bezirksliga.

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