Fußball: SV Schermbeck verschenkt Punkt

Fußball : SV Schermbeck verschenkt einen Punkt

Der Neuling in der Oberliga verliert das Heimspiel gegen die Sportfreunde Siegen mit 0:1. Er hätte wegen einer Steigerung in der Schlussphase ein Remis verdient gehabt, lässt aber beste Chancen aus. Schröter verschießt Elfmeter.

Ein frühes Gegentor, zahlreiche verpasste Großchancen in der Schlussphase und ein verschossener Elfmeter in der siebten Minute der Nachspielzeit: Die Kicker des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck trugen am Sonntag einiges dazu bei, dass ihr erstes Heimspiel der Saison gegen die Sportfreunde Siegen trotz engagierter Leistung mit 0:1 (0:1) endete. Vor stimmungsvoller Kulisse und 350 Zuschauern ging die Heimpremiere nach dem Aufstieg auch deshalb daneben, weil der Gastgeber rund 70 Minuten Anlauf nahm, um dann in einer furiosen Schlussoffensive beste Gelegenheiten ungenutzt zu lassen. „Das ist sehr ärgerlich, weil ein Punkt heute mehr als verdient gewesen wäre”, sagte ein enttäuschter Trainer Thomas Falkowski. „Wir müssen daraus die richtigen Lehren ziehen und an die Leistung der zweiten Halbzeit anknüpfen.”

Tatsächlich begannen die Schermbecker mutig und stellten sich keineswegs hinten rein. Doch genau das machte sie anfällig für Konter, die die Gäste mit ihren pfeilschnellen Spitzen aufzogen. Prompt kamen die Siegener zu ersten Chancen, als erst Yildrim Okay (8.) und zwei Minuten später Björn Jost das Tor mit ihren Schüssen verfehlten. Bei der anschließenden Ecke war es dann so weit. Jacob Pister erwischte das Leder mit dem Kopf und erzielte die frühe Führung für die Sportfreunde (11.).

Der SV Schermbeck, der ohne Marek Klimczok, Malte Grumann und zunächst auch ohne Patrick Rudolph angetreten war, zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Tempo der Siegener. Die Falkowski-Elf operierte mit langen Bällen und ohne Spielidee, der Gegner wartete ab und lauerte auf Konter. Bereits nach 34 Minuten sah sich der SVS-Coach zum Wechseln gezwungen. Er brachte den angeschlagenen Patrick Rudolph für Gökhan Turan.

Zumindest in der Defensive ließ der Oberliga-Aufsteiger nun nichts mehr zu. Keeper Cedric Drobe, der zuletzt wegen seiner Patzer beim Auftritt in Gievenbeck in die Kritik geraten war, hatte einen ausgesprochen ruhigen Nachmittag und musste in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht eingreifen. Die einzige Chance der Siegener nach dem Seitenwechsel vergab Björn Jost, der aus kürzester Distanz über das Schermbecker Gehäuse köpfte (81.).

Ganz anders die Schermbecker, die im letzten Spielviertel eine ganze Reihe hochkarätiger Einschusschancen kreierten. Die Passivität der Siegener im zweiten Durchgang hätte ein ums andere Mal bestraft werden können, aber Aldin Hodzic per Seitfallzieher (70.), Marc Schröter (75., 90.) und auch Dennis Grodzik (82.) ließen beste Gelegenheiten aus. In der fünften Minute der Nachspielzeit wurde Marc Schröter im Strafraum glatt gelegt, der Schiedsrichter entschied ohne zu zögern auf Elfmeter und zeigte dem Siegern Spieler Noel Below die Rote Karte wegen Meckerns.

Schröter legte sich den Ball auf den Punkt, jagte das Leder aber weit übers Tor und verpasste es, für den SV Schermbeck den verdienten Lohn für eine erstaunliche Leistungssteigerung einzufahren. „Das ist sehr schade, weil wir die zweite Halbzeit dominiert haben”, sagte Trainer Thomas Falkowski. „Marc Schröter mache ich aber keinen Vorwurf. So etwas kann eben mal passieren.”

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