Fußball: SV Schermbeck erreicht 2:2

Fußball : Ein gefühlter Sieg für den SV Schermbeck

Der Oberliga-Neuling erreicht im Duell der Aufsteiger beim 1. FC Gievenbeck nach einem 0:2-Rückstand im Schlussspurt noch ein 2:2. Marc Schröter (88.) und Nikolaj Zugcic (90.+3) sorgen mit ihren Treffern für den Punktgewinn.

Der SV Schermbeck, Neuling in der Fußball-Oberliga Westfalen, erreichte zum Auftakt beim 1. FC Gievenbeck im Schlussspurt ein nicht mehr erwartetes 2:2 (0:1). Im Duell der beiden Aufsteiger hatte der SVS mehr in das Spiel investiert, brachte sich aber durch individuelle Fehler in Schwierigkeiten. „Wenn mit der letzten Aktion des Spiels der Ausgleich gelingt, ist das immer glücklich”, sagte SVS-Trainer Thomas Falkowski. „Am Ende des Tages ist das für uns wie ein gefühlter Sieg.”

Der SV Schermbeck übernahm in der Begegnung direkt die Initiative. Er hatte nach Standardsituationen gute Chancen. Kevin Rudolph (11.) und Kevin Mule-Ewald (18.) hätten den Gast in Führung bringen können. Die fiel dann auf der anderen Seite – praktisch wie aus dem Nichts. Der 1. FC Gievenbeck hatte sich ins letzte Drittel kombiniert und auf Arne Stegt gepasst, der allein vor Keeper Cedric Drobe – der den Vorzug gegenüber Tim Krückemeier erhalten hatte – die Nerven behielt und die erste Möglichkeit seiner Mannschaft zum 1:0 nutzte. Der Treffer zeigte Wirkung. Die Schützlinge von Thomas Falkowski brauchten einige Minuten, um wieder in die Spur zu finden. Dann verhinderte mangelnde Konsequenz im Abschluss den möglichen Ausgleich.

Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild. Der Gast aus Schermbeck agierte, aber der FC Gievenbeck machte das Tor. Und wieder profitierte er von einem individuellen Fehler des SVS. Keeper Cedric Drobe versuchte den angreifenden Maximilian Brüwer auszuspielen, blieb im Rasen hängen, verlor den Ball und sein Team kassierte das 0:2 (61.). Thomas Falkowski reagierte nun, stellte auf Dreierkette um und setzte voll auf Offensive.

Das Risiko wurde spät belohnt. Erst holte Marc Schröter (88.) einen Foulelfmeter heraus, den er selbst zum Anschlusstor verwandelte. Dann traf Nikolaj Zugcic (90.+3) volley und mit vollem Risiko aus 20 Metern. „Ich bin glücklich darüber, dass wir nicht mit einer Niederlage gestartet sind”, sagte der Schermbecker Coach nach dem Abpfiff. „Aber wir können einige Dinge besser machen. Und genau darüber werden wir in der kommenden Woche sprechen.”

SV Schermbeck: Drobe - Hodcic, Poch, Mule-Ewald (69. Niehoff), Habitz, Zugcic, P. Rudolph (82. Turan), Schröter. K. Rudolph, Niewerth (69. Benkovic), Milaszewski.

(beck)
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