Fußball: SV Schermbeck bezwingt Westfalia Herne

Fußball : Erster Heimsieg für den SV Schermbeck

Der Neuling in der Oberliga beendet mit einem 3:1-Erfolg gegen das Schlusslicht Westfalia Herne die Negativserie vor eigenem Publikum. Unnötige Rote Karte für Raphael Niehoff ärgert Trainer Thomas Falkowski.

Der SV Schermbeck kann es auch am Waldsportplatz: Nach Niederlagen in den ersten drei Heimspielen der Saison gelang dem Neuling in der Fußball-Oberliga am Sonntag endlich der erste Erfolg vor eigenem Publikum. Mit 3:1 (3:0) bezwang das Team von Trainer Thomas Falkowski das Schlusslicht Westfalia Herne und verbesserte sich auf den zehnten Platz.

Der SVS zeigte sich bestens erholt von der 0:4-Niederlage am vergangenen Wochenende bei ASC Dortmund und überzeugte in allen Belangen. „Wir wollten unbedingt ein anderes Gesicht zeigen – und das ist uns gelungen”, sagte ein zufriedener Schermbecker Coach. „Ich habe heute nur eine Mannschaft gesehen, die hier gewinnen wollte.” Allerdings trübte eine unnötige Rote Karte für Raphael Niehoff (38., Tätlichkeit) den mehr als ordentlichen Gesamteindruck.

Vor rund 300 Besuchern begann der Gastgeber gegen insgesamt enttäuschende Herner druckvoll und spielte sich schon in der Anfangsphase immer wieder bis in den gegnerischen Strafraum durch. Ein Traumtor aus 25 Metern von Kilian Niewerth sorgte nach nur zwölf Minuten für die frühe Führung – übrigens die erste im eigenen Stadion in dieser Spielzeit. Das gab dem Aufsteiger Sicherheit. Nikolaj Zugcic (17.), Dominik Milaszewski (20.) und Patrick Rudolph (29.) ließen zum Teil Großchancen aus, um frühzeitig nachzulegen.

Das besorgte dann Gökhan Turan in der 29. Minute nach einer Hereingabe von Marek Klimczok mit einem fulminanten Direktschuss zum 2:0. Gökhan Turan war es auch, der nur vier Minuten später eine Flanke in den gegnerischen Strafraum schlug, die Kevin Rudolph per Kopf weitgehend unbedrängt zum 3:0 verwertete. Der SV Schermbeck spielte und dominierte den Gegner, die Westfalia war chancenlos. Dann aber schwächte sich der Gastgeber unnötig, als Raphael Niehoff sich provozieren und zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ, die mit einem Platzverweis geahndet wurde. „Das ärgert mich wahnsinnig, weil ich den Spielern immer wieder erkläre, sich nicht provozieren zu lassen”, so Thomas Falkowski.

Natürlich agierte der SV Schermbeck daraufhin vorsichtiger, hatte aber dennoch sowohl vor als auch nach dem Wechsel die klareren Chancen. In Unterzahl kassierte die Mannschaft in der 66. Minute noch das 1:3 durch Erhan Duyar. Auf der Gegenseite ließ Ivan Benkovic unmittelbar nach seiner Einwechslung in der 77. Minute gleich zwei Riesenchancen aus, um endgültig den Deckel drauf zu machen. Am Ende hatten sich die Schermbecker ihren dritten Sieg in dieser Saison klar verdient.

„Wir waren dem vierten Tor stets näher als die Gäste einem Anschlusstreffer”, sagte Thomas Falkowski. „Zudem freut es mich vor allem für unsere Zuschauer, dass wir endlich auch zu Hause gewinnen konnten.”

Mehr von RP ONLINE