Fußball-Stadtmeisterschaft: SV Bislich braucht Schützenhilfe von Anadolu Spor

Fußball : SV Bislich braucht Schützenhilfe von Anadolu Spor

Stadtmeisterschaft: Die Partie des Gastgebers gegen den SV Büderich fällt aus. Der Weseler SV hat somit guten Chancen auf das Erreichen des Finales.

Eigentlich sollte die Entscheidung, wer aus der Gruppe B in das Endspiel der Weseler Fußball-Stadtmeisterschaft einzieht, heute in zwei Spielen auf der Anlage des SV Bislich fallen. Doch die Partie des Gastgebers, der sich gegen den Weseler SV mit einem 1:1 (0:1) begnügen musste, gegen den SV Büderich kann aufgrund von Personalproblemen des A-Ligisten aus dem Kreis Moers nicht stattfinden.

Das Spiel wird nun mit 2:0 für die Bislicher gewertet, wodurch das Team von Trainer Bernd Pagojus auf sieben Zähler und ein Torverhältnis von 5:2 kommt. Gewinnt nun der WSV, der derzeit vier Punkte und 3:1-Tore aufweist, seine letzte Partie gegen Wesel Anadolu Spor, die am heutigen Samstag um 12 Uhr angepfiffen wird, mit 2:1, wären die beiden Kontrahenten punkt- und torgleich. „Die einzig halbwegs sportliche Lösung wäre dann eine Entscheidung durch Elfmeterschießen“, sagt Walter Großmann, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbandes.

„Ich habe Verständnis für den Büdericher Trainer, das hätte mir genauso passieren können“, sagte Pagojus im Anschluss an das Remis gegen den Spielverein. Seine Mannschaft war durch einen abgefälschten Freistoß von Sabri Bulut (3.) früh in Rückstand geraten. Diesem Tor sind wir dann hinterher gerannt“, so Pagojus. Seine Schützlinge ließen zwar nur wenig zu, kam aber auch selbst nur zu einer überschaubaren Zahl an Chancen. „Ausbaufähig sind vor allem unsere Standardsituationen“, sagte Pagojus. Kai Sprenger sorgte schließlich für das Remis (50.). Dies hing allerdings noch am seidenen Faden. Denn drei Minuten nach dem Ausgleich wurde Sabri Bulut im Strafraum gelegt.

Der Gefoulte trat selber vom Punkt aus an, aber Bislichs Keeper Sven Scholten parierte den Elfmeter. „Dennoch war es ein gerechtes Ergebnis“, stellte WSV-Coach Nuri Talay fest. Nach der Führung habe sein Team das Geschehen weitgehend im Griff gehabt, so der Coach. Besonders in der zweiten Hälfte seien dem Team aber einige Fehler unterlaufen. „Die dürfen nicht passieren“, sagte Talay, dessen Mannschaft mit einem Sieg mit zwei Toren Unterschied heute gegen Wesel Anadolu Spor direkt ins Endspiel am Sonntag um 16 Uhr einziehen kann.

Wesel Anadolu Spor hat den Einzug in das Spiel um den dritten Platz, (Sonntag, 14 Uhr) nach dem 2:1 (0:0) gegen den SV Büderich noch selbst in der Hand. Ein Erfolg gegen den WSV ist für den Endspielteilnehmer des vergangenen Jahres dazu nötig. „Unsere Defensive hat diesmal das Spiel gewonnen“, sagte Anadolu-Vorsitzender Osman Ali Demir. Bis auf die Standardsituation, die zum zwischenzeitlichen Büdericher Ausgleich durch Fabian Kanning geführt hatte (41.), ließ der B-Liga-Aufsteiger gegen den A-Ligisten nichts zu. Für Anadolu Spor war Neuzugang Hasan Hamzaoglu zweimal erfolgreich (36./48.).

Mit nur zwölf Akteuren war der SV Büderich angereist. Markus Dachwitz und Jan Satzinger (beide verletzt) sowie Jan Busch (beruflich verhindert) fielen noch im Laufe der Partie aus, so dass die Büdericher die Begegnung mit nur neun Akteuren beenden mussten. „Von dem Spiel hatte ich aufgrund unserer personellen Situation ohnehin nicht sonderlich viel erwartet“, sagte Trainer Stefan Tebbe. Von diesen zwölf Spielern sagten für den heutigen Samstag weitere vier ab. „Es ist schon ein wenig unglücklich, aber mit acht Spielern anzutreten, das macht einfach keinen Sinn“, so Stefan Tebbe. 

(R.P.)
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