Fußball: PSV Wesel steht in der Landesliga als Tabellenfünfter gut da

Fußball : Der PSV Wesel hat sich enorm gesteigert

Trainer Björn Assfelder kann mit den bisherigen Leistungen des Fußball-Landesligisten zufrieden sein. Die Mannschaft ist wesentlich stabiler geworden und kann auf ihre Heimstärke bauen. Nur auswärts läuft es für den Tabellenfünften noch nicht ganz nach Wunsch.

Wenn Trainer Björn Assfelder die Leistungen des Fußball-Landesligisten PSV Wesel vor der Winterpause Revue passieren lässt, dann hat der 35-Jährige nicht viel zu meckern. „Wir haben uns auf jeden Fall gesteigert, sind stabiler und erfolgreicher geworden“, sagt Assfelder. In der Vergangenheit tat sich sein Team in der Hinrunde stets schwer. Diesmal stehen die Weseler mit 30 Punkten und Platz fünf sehr gut da.

Und dennoch hätte es aus Sicht des Übungsleiters sogar noch ein bisschen besser laufen können. Spiel für Spiel hat Assfelder die Auftritte und Resultate seiner Schützlinge analysiert und dabei festgestellt, dass der PSV durchaus auch sechs bis sieben Zähler mehr auf dem Konto haben könnte. „Man muss ganz klar sagen, dass wir ein bisschen etwas haben liegen lassen.“

Neben der augenscheinlich deutlich verbesserungswürdigen Chancenverwertung fehlte dem jungen PSV-Team hin und wieder einfach die nötige Erfahrung und Routine, um die gewünschten Ergebnisse zu erreichen. Offensichtlich ist auch die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Auf dem eigenen Naturrasenspielfeld am Molkereiweg holte der PSV 22 Punkte, auswärts waren es in zehn Begegnungen nur acht. „Das ist natürlich ausbaufähig“, sagt der Coach.

Zu Hause kenne sein Team einfach die Begebenheiten aus zahlreichen Partien und Trainingseinheiten. Zudem raube der Rasen den Kontrahenten am Ende häufig die Kraft, während seine Mannschaft noch zulegen könne. Auswärts würde dem Team, meist dann ja auf Kunstrasen, einfach noch das Selbstverständnis fehlen.

Doch in der Gesamtbilanz überwiegen die positiven Dinge bei weitem. Da kann Assfelder richtig ins Schwärmen geraten – gerade was den Zusammenhalt und Charakter seiner Kicker angeht: „Man kann sich auf die Jungs zu hundert Prozent verlassen – und der Teamgeist ist überragend. Es macht unheimlich viel Freude, mit dieser Mannschaft zu arbeiten.“

Rein fußballerisch hat dem Trainer gefallen, dass der PSV in den meisten Partien eine enorme defensive Stabilität an den Tag legte. Die taktische Flexibilität sei ein weiteres Plus: „Wir können in verschiedenen Formationen und mit verschiedenen Systemen agieren.“ Dazu hebt Assfelder besonders die Fortschritte der jüngsten Kicker hervor. Nicht umsonst kann der 19-jährige Jona Sobotta in seinem ersten regulären Seniorenjahr schon zwölf Einsätze in der Verteidigung vorweisen. Linus Dersch, der im Sommer von der A-Jugend des FSV Duisburg kam, hat sogar schon 14 Mal gespielt: „Sie sind ungeheuer lernbereit und wissbegierig“, lobt Assfelder seine Youngster. Auch schon etwas ältere Spieler wie die Giese-Zwillinge Nico und Timo hätten sich noch einmal weiterentwickelt.

Jona Sobotta hat schon seine Zusage für die kommende Spielzeit gegeben – genau wie Torhüter Raven Olschewski, Luis Blaswich und Lennart Laader. Stück für Stück wollen die Verantwortlichen die Bereitschaft im Kader in den nächsten Wochen abfragen. Besondere Eile scheint nicht geboten zu sein. Die überwiegende Mehrheit der Spieler fühlt sich ganz offenbar sehr wohl.

Das dürfte auch für das Trainer-Team mit Björn Assfelder, Torwart-Coach Patrick Erhart sowie Admir Begic und Paul Braun gelten. „Wir ergänzen uns sehr gut. In der Kabine rappelt es zwar auch mal, weil wir nicht immer einer Meinung sind. Aber wenn wir rausgehen, ziehen wir alle an einem Strang“, sagt Assfelder.

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