Fußball: PSV Wesel feiert ersten Saisonsieg

Fußball : PSV Wesel feiert den ersten Saisonsieg

Der Landesligist zeigt beim 2:1 in der Heimpartie gegen den Neuling VfB Frohnhausen Moral. Er dreht die Begegnung nach einem schnellen Rückstand. Sebastian Eisenstein und Geburtstagskind Oliver Vos schießen die Tore.

Aufatmen beim PSV Wesel: Nach drei Auftaktspielen ohne Sieg gewann der Fußball-Landesligist am Sonntag seine Heimpartie gegen den VfB Frohnhausen mit 2:1 (0:1), fuhr den ersten Erfolg in dieser Saison ein und wendete damit einen kapitalen Fehlstart ab. Mehr noch: Das Team von Trainer Björn Assfelder zeigte eine große Moral und drehte nach frühem Rückstand eine Begegnung, die lange Zeit offen war. „Natürlich spüren wir Erleichterung“, stellte der Weseler Coach nach der Partie fest. „In der kommenden Woche werden wir deutlich entspannter arbeiten können.“

Dabei wurde der Gastgeber  gleich in der Anfangsphase vom Aufsteiger kalt erwischt. Das Spiel war noch keine zwei Minuten alt, als sich der VfB Frohnhausen schnell und zielstrebig nach vorne kombinierte, von der rechten Seite flankte und nach einem Stellungsfehler der Weseler Deckung das 1:0 erzielen konnte. Chamdin Said nahm den Ball nach einer Kopfballablage auf und verwandelte aus fünf Metern unhaltbar für PSV-Keeper Raven Olschewski. „Die Anfangsphase haben wir komplett verpennt“, sagte Assfelder. „Wir haben uns mit diesem frühen Rückstand das Leben unnötig schwer gemacht.“

Es dauerte lange, bis sich sein Team von diesem Rückschlag erholte und selbst Torgefahr heraufbeschwor. Vor dem Seitenwechsel blieb es bei zwei harmlosen Schussversuchen von Timo Giese. Mehr war nicht. „Frohnhausen hat uns wie erwartet die Halbräume angeboten, aber wir haben viel zu wenig daraus gemacht“, sagte Björn Assfelder.

Der Weseler Coach reagierte, stellte sein System auf mehr Kompaktheit im Mittelfeld um und brachte zur zweiten Halbzeit Nico Giese für Dorian Weber. Diese Entscheidung trug rasch Früchte. Das Spiel des Gastgebers hatte plötzlich deutlich mehr Tempo und verlagerte sich zunehmend in die Frohnhauser Hälfte. Nach einer Ecke war es Sebastian Eisenstein, der den Ball halb mit dem Kopf, halb mit dem Bauch zum Ausgleichstor über die Linie drückte (63.).

Nur drei Minuten später brachte Björn Assfelder mit Viktor Klejonkin einen weiteren Angreifer. Für Klejonkin war es ein ganz besonderer Moment, weil der Stürmer nach mehr als einem Jahr Verletzungspause (Mittelfußbruch) erstmals wieder auflaufen durfte. Der Wechsel zeigte Wirkung: Der PSV war nun im Spiel und kreierte weitere Chancen, von denen die von Eray Tuncel (71.), Viktor Klejonkin (76., 79.) und Christopher Abel (77.) die besten waren. Dass es ausgerechnet Geburtstagskind Oliver Vos (28) vorbehalten blieb, nach einem weiteren Standard aus dem Mittelfeld per Kopf den Siegtreffer zu erzielen (83.), freute am Ende auch den Coach. „Das hat er sich verdient.“

Einmal allerdings mussten die Fans des PSV noch zittern, als ein Schuss von Torjäger Kevin Zam­kiewicz auf der Linie von Johannes Bruns (88.) geklärt wurde. Erst danach durfte sich der PSV Wesel über den ersten Erfolg in dieser Saison freuen.

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