Fußball-Oberligist SV Schermbeck verliert 0:1 beim TuS Haltern

Fußball : Ärgerliche Niederlage für den SV Schermbeck

Der Oberligist verliert durch ein Elfmeter-Tor beim Tabellenzweiten TuS Haltern mit 0:1. SVS-Coach Thomas Falkowski kritisierte, dass der Schiedsrichter nicht auch einen Strafstoß für sein Team gegeben hat.

Mit der Ausbeute am Oster-Wochenende konnte Thomas Falkowski leben. „Das sind drei Bonuspunkte. Jeder hat doch damit gerechnet, dass wir überhaupt nichts holen“, sagte der Trainer des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck. Die drei Zähler hatte der Neuling bereits am Donnerstag beim 2:1-Sieg im Heimspiel gegen den jetzt als Aufsteiger feststehenden FC Schalke 04 II geholt. Am Montag kassierte der SVS in einem, so Falkowski, „typischen 0:0-Spiel“ vor 650 Zuschauern eine 0:1 (0:0)-Niederlage beim Tabellenzweiten TuS Haltern. Der Neuling fiel auf Rang acht zurück, hat aber weiter acht Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen.

Die entscheidende Treffer resultierte aus einem Strafstoß, nachdem Patrick Rudolph seinen Gegenspieler ein wenig am Trikot gezogen hatte. „Den Strafstoß kann man geben, muss man aber nicht“, stellte Falkowski fest. Stefan Oerterer nutzte die Gelegenheit in der 69. Minute zum Siegtreffer des Gastgebers. Was den Schermbecker Coach allerdings dann so richtig ärgerte, ereignete sich zehn Minuten später. „Da wurde Maik Habitz am Trikot gezogen – und der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen“, sagte der 36-jährige Übungsleiter nach dem Abpfiff.

Von Beginn an hatten sich beide Mannschaften weitgehend neutralisiert. „Die Teams kennen sich bestens – und wir Trainer auch“, sagte Falkowski. So blieben Chancen auf beiden Seiten Mangelware. Stefan Oerterer, der allein auf den Schermbecker Torhüter Cedric Drobe zulief, aber nur einen Querpass ins Leere ablieferte (5.), und Cedric Vennemann (25.) kamen auf Halterner Seite in die Nähe eines Treffers. Beim SV Schermbeck versuchten es Raphael Niehoff (25.) und Patrick Rudolph (35.) mit Torannäherungen aus der Distanz.

Das war es dann aber auch im ersten Durchgang. „Es war kein schönes Spiel. Die Partie war komplett nur auf zweite Bälle und Standards ausgerichtet“, sagte Thomas Falkowski. Daran sollte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts ändern. Der Tabellenzweite Haltern agierte zwar überlegen, doch bis zum Elfmeter ließen die Schermbecker in der Abwehr überhaupt nichts zu. Nach dem Rückstand boten sich den Gästen noch zwei Gelegenheiten, um einen Zähler mitzunehmen.

Zunächst verpasste Kilian Niewerth das Tor (85.). Praktisch mit dem Schlusspfiff kam der eingewechselte Evans Ankomah-Kissi zu einem Kopfball, den ein Halterner für seinen Torhüter auf der Linie klärte. So blieb es für den SVS bei der unnötigen Niederlage in einem Nachbarschaftsduell mit ein paar hitzigen Szenen. „Es blieb aber alles im vernünftigen Rahmen“, so Falkowski.

SV Schermbeck: Drobe - Hodzic, Mule-Ewald, Zugcic, Niehoff, Niewerth, P. Rudolph (76. Ankomah-Kissi), Grumann, Grodzik (71. Habitz), K. Rudolph, Milaszewski.

(R.P.)
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