Fußball-Oberligist SV Schermbeck bezwingt TuS Erndtebrück mit 1:0

Fußball : Marek Klimczok schießt den SVS in den Westfalen-Pokal

Der Routinier erzielt beim 1:0 des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck im Heimspiel gegen TuS Erndtebrück bereits in der dritten Minute das Siegtor. Damit sichert sich der Neuling Platz acht und die Teilnahme am Verbandspokal.

Ausgerechnet Marek Klimczok: Nur wenige Stunden vor seinem 40. Geburtstag am Samstag bescherte der Routinier dem Fußball-Oberligisten SV Schermbeck einen wertvollen Erfolg im letzten Saisonspiel. Er erzielte am Freitagabend bereits in der dritten Minute das entscheidende Tor beim 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen TuS ­Erndtebrück. Der Gastgeber sicherte sich damit den anvisierten achten Platz, der die Qualifikation für den Westfalen-Pokal bedeutet.

Die schon seit Wochen geretteten Schermbecker legten los, als ob sie noch dringend einen Erfolg für den Klassenerhalt benötigen würden. In den ersten Minuten ließen sie dem Gast kaum Zeit, um Luft zu holen, eroberten sich mit aggressivem Pressing immer wieder die Bälle. „Das Aufwärmen der Spieler hatte mir nicht ganz so gut gefallen“, sagte Trainer Thomas Falkowski nach dem Abpfiff. Also hatte er seine Mannschaft in der Kabine noch mal auf die Begegnung eingeschworen.

Und dies zunächst mit durchschlagendem Erfolg. Nachdem sich der SVS in der gegnerischen Hälfte den Ball erkämpft hatte, legte Kilian Niewerth quer auf Marek Klimczok, der aus 20 Metern genau in den Winkel traf. Die Vorgabe des Trainers, der nach einem letzten Test vor dem Anpfiff doch Dominik Milaszewski (Muskelfaserriss) einsetzen konnte, wurde optimal umgesetzt. „Wir wollten direkt präsent sein und Erndtebrück die Lust am Spiel nehmen“, so der SVS-Coach.

Doch diese Anfangsphase sollte sich als Strohfeuer erweisen. Was so vielversprechend begann, das entwickelte sich im Laufe der ersten Halbzeit schon fast zu einem Fehlpass-Festival auf dem äußerst holprigen Untergrund. Der Gast fand besser in die Partie, allerdings ohne das Tor des SV Schermbeck wirklich in Gefahr zu bringen. Die Partie spielte sich weitgehend zwischen den Strafräumen ab. Ein Kopfball von Malte Grumann (20.), eine verpasste Großchance von Dominik Milaszewski (32.), als Gästekeeper Paul Schünemann ihm den Ball im Strafraum unfreiwillig zugespielt hatte, und ein Versuch von Kilian Niewerth (37.) aus der zweiten Reihe brachten noch etwas Abwechslung.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde es nicht wirklich besser. „Wir hatten einfach zu viele leichtfertige Ballverluste“, kritisierte Falkowski. Nach 57 Minuten musste Keeper Tim Krückemeier bei einem Frei­stoß von Haluk Arslan erstmals eingreifen, nur 240 Sekunden später blickte er einem Schuss von Mehdi Reichert hinterher, der von der Latte zurück ins Spielfeld prallte.

Kurz darauf wurde der scheidende SVS-Torjäger Marc Schröter eingewechselt, der sich selbst noch ein schönes Abschiedsgeschenk hätte bereiten können, aber drei Mal (66., 70., 76.) scheiterte. „In dieser Phase haben wir es verpasst, das 2:0 nachzulegen. Aber wir haben uns für einen couragierten Auftritt belohnt“, sagte Falkowski.

SV Schermbeck: Krückemeier - Hodzic, Mule-Ewald, Habitz, Zugcic, Niewerth, P. Rudolph, Grumann (77. Grodzik), Klimczok (89. Goeke), K. Rudolph, Milaszewski (63. Schröter).

(R.P.)
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