Fußball-Oberliga: SV Schermbeck erreicht gegen TSF Sprockhövel nur ein 1:1

Fußball : SV Schermbeck verspielt in letzter Minute den Sieg

Der Oberligist ärgert sich nach dem 1:1 im Heimspiel gegen die TSG Sprockhövel über zwei verschenkte Punkte. Der Gegner, der ansonsten kaum Torchancen hat, erzielt in der Nachspielzeit den Ausgleich. „Dieses ärgerliche Ergebnis haben wir uns ganz alleine zuzuschreiben“, sagt Trainer Thomas Falkowski.

Der Ärger war nach dem Abpfiff groß bei den Akteuren des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck. Mit 1:1 (0:0) trennte sich der Aufsteiger am Sonntag im Heimspiel von der TSG Sprockhövel. Er haderte mit einem unnötigen Ausgleichstor in der Nachspielzeit, dem verpassten Sieg und dem nicht geglückten Sprung ins Mittelfeld der Tabelle. Gegen weitgehend harmlose Gäste hatte es das Team von Trainer Thomas Falkowski versäumt, das Spiel frühzeitig für sich zu entscheiden. „Dieses ärgerliche Ergebnis haben wir uns ganz alleine zuzuschreiben, weil wir uns am Ende selbst bestrafen”, sagte der Coach nach Spielschluss gewohnt selbstkritisch. „Wir hatten schon in der ersten Halbzeit zwei Riesenmöglichkeiten, um die Weichen auf Sieg zu stellen.”

Der Coach sprach damit die beiden Einschussgelegenheiten von Kevin Rudolph an, der zunächst in der 24. Minute herrlich in Szene gesetzt wurde von seinem Bruder Patrick. Doch nach dem feinen Zuspiel scheiterte er mit einem strammen Schuss am großartig reagierenden Gästekeeper Bruno Staudt. Zehn Minuten später war es wieder Kevin Rudolph, der mit einem scharf getretenen Freistoß von der rechten Seite den starken Torwart nicht überwinden konnte.

Von den Gästen war bis dahin in der Offensive nur wenig zu sehen, was auch daran lag, dass die Abwehr des SV Schermbeck sicher stand. „Im Defensivverbund haben wir fast alle Situationen heute gut gelöst”, sagte Falkowski, der über weite Strecken ein eher zähes Spiel beider Mannschaft sah. Weitere Torchancen in Halbzeit eins blieben Mangelware. Der Schermbecker Keeper Cedric Drobe war beschäftigungslos.

Nach dem Seitenwechsel wurden dann beide Teams mutiger. Diesmal besaßen die Gäste die erste Großchance, als Patrick Adam Dytko einen Freistoß auf die Latte des Schermbecker Tores setzte (52.). Gut eine Viertelstunde später gelang dem Gastgeber die verdiente Führung. Ein Versuch von Kevin Rudolph von der rechten Strafraumecke wurde von der TSG-Defensive geblockt, der Abpraller landete bei seinem Bruder Patrick, der aus 25 Metern mit einem fulminanten Flachschuss zum 1:0 traf (68.).

Die Gäste mussten nun ihre Defensive lockern, kamen aber zunächst nicht zu Torchancen. Umgekehrt allerdings versäumte es die Mannschaft von Thomas Falkowski, die sich nun bietenden Räume für Konter zu nutzen. Die Zuspiele blieben zu ungenau, Torabschlüsse gab es keine mehr, so blieb die Begegnung bis zum Schluss offen.

Ein unnötiger Eckball für die TSG Sprockhövel in der Nachspielzeit führte dann zum Ausgleich, den Ibrahim Bulut mit einem Kopfball aus sechs Metern erzielte. „Wir haben heute zwei Punkte verloren und eine gute Ausgangsposition für die letzten beiden Spiele vor der Winterpause verpasst”, stellte Trainer Thomas Falkowski nach dem Schlusspfiff verärgert fest.

SV Schermbeck: Drobe - Hodzic, Habitz, Niewerth, Zugcic, Grumann, Klimczok, P. Rudolph (78. Niehoff), K. Rudolph (80. Poch), Turan (65. Grodzik), Milaszewski.