Fußball-Landesligist PSV Wesel will Ergebnis der Vorsaison verbessern.

Fußball : Der PSV Wesel will besser sein als in der Vorsaison

Der Fußball-Landesligist baut für die kommende Saison auf junge Spieler mit Perspektive. Auf Rückkehrer Viktor Klejonkin ruhen große Hoffnungen. Allerdings ist er nach zwei Mittelfußbrüchen noch nicht fit.

Björn Assfelder geht als Trainer in sein viertes Jahr beim Fußball-Landesligisten PSV Wesel. Bisher weist seine Bilanz die Plätze sechs, 13 und acht auf. „Also konstant im Mittelfeld der Liga“, sagt der Coach. Doch der 35-Jährige möchte mehr, weiß allerdings auch um die eher bescheidenen finanziellen Mittel am Molkereiweg. „Persönlich habe ich einen höheren Anspruch, aber den muss ich in Einklang mit den Gegebenheiten im Verein und dem Spielermaterial bringen“, so Assfelder. Seine Maxime ist es, sich immer zu verbessern. Dies gilt natürlich auch für die kommende Spielzeit. „Ich glaube schon, dass wir eine bessere Platzierung erreichen können, als in der vergangenen Saison“, sagt Assfelder.

Eine wichtige Komponente, um dieses Unterfangen auch in die Tat umsetzen zu können, wird sich womöglich bereits in der Hinrunde herausstellen. In den vergangenen zwei Spielzeiten schwächelte der PSV dort, um dann eine gute Rückrunde nachzulegen. „Es ist schon auffällig, dass wir relativ ähnlich gespielt haben“, sagt der Übungsleiter. In der Saison 2016/17 schien nach der ersten Serie und gerade mal zwölf Punkten das Thema Landesliga bereits durch zu sein. Zuletzt gab es vor dem Jahreswechsel ebenfalls eine Durststrecke, die jedoch nicht so krass ausfiel. Immerhin 20 Zähler standen damals zu Buche.

„Jetzt noch einmal acht Punkte mehr, das wäre schon gut“, sagt Björn Assfelder. Die „eine Erklärung“ für diesen fast identischen Verlauf findet der Coach nicht. Er geht von vielen kleinen Mosaiksteinchen aus. Einem Punkt versucht der 35-Jährige vorzubeugen. „Wir haben bisher konditionell sehr extrem gearbeitet“, erzählt er. Zudem herrsche auch ein anderer Konkurrenzkampf im Training, da der Kader breiter aufgestellt sei.

25 Feldspieler und zwei Torhüter stehen in Diensten des PSV, personelle Engpässe wie in den zurückliegenden Jahren sollen so vermieden werden. Neuzugang Mohamed Baydoun wird nach seinem Kreuzbandriss allerdings frühestens 2019 zurückkehren. Auch um die Fitness von Rückkehrer Viktor Klejonkin gibt es noch Fragezeichen. Zwei Mittelfußbrüche haben in der letzten Spielzeit kaum Einsatzminuten zugelassen. „Wir werden ihn langsam heranführen. Er wird definitiv wieder spielen, die Frage ist nur wann“, so Assfelder, der große Stücke auf den 28-Jährigen hält. „Aufgrund seiner Präsenz ist er ein unfassbar unbequemer Gegenspieler.“

Björn Assfelder weiß aber auch, dass seine Mannschaft wichtige Spieler verloren hat. Torhüter Sebastian Kaiser und Tarek Staude suchen beim Klassenkonkurrenten VfL Rhede eine neue Herausforderung. „Beide haben für die Liga eine außergewöhnliche Qualität“, sagt der Trainer. Trotzdem sei er mit dem aktuellen Kader „sehr zufrieden“. Dieser sei ähnlich aufgestellt wie vor der letzten Saison, aber „mit mehr Perspektivspielern. Wir haben junge, entwicklungsfähige Fußballer mit Potenzial geholt.“ Dass alle dem Landesligisten sofort weiterhelfen können, damit rechnet der Coach nicht.

Lennart Laader (TV Jahn Hiesfeld) und Dorian Weber (SV Schermbeck) zählt Assfelder zu den Kandidaten, die sich einen Stammplatz erkämpfen könnten. Eher auf die Zukunft ausgerichtet sind die Verpflichtungen von Linus Dersch (FSV Duisburg, U 19) und Fatih Uysal (FC Kray, U 19). Dazu kommen aus der eigenen Jugend Jona Sobotta, Robin Müller und Bastian Rupsch. Letzterer brachte es in der abgelaufenen Saison schon auf 17 Einsätze bei den Senioren, die er mit fünf Treffern krönte. 

(R.P.)
Mehr von RP ONLINE