Fußball: Landesligist PSV Wesel vor dem Heimspiel gegen den FC Kray

Fußball : Trainer Björn Assfelder hat beim PSV Wesel die Qual der Wahl

Der Trainer des Landesligisten ist mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Alle Kicker kämpften motiviert um einen Platz in der Startelf für das Heimspiel am Sonntag gegen Spitzenreiter FC Kray. Deshalb wird es Härtefälle geben.

Hervorheben möchte Björn Assfelder niemanden. Einen Gewinner der Wintervorbereitung gibt es für den Trainer des Fußball-Landesligisten PSV Wesel nicht. „Gewinner sind sie alle“, sagt der 35-Jährige über seine Kicker, die sich in den vergangenen Wochen ausgesprochen trainingsfleißig und lernwillig gezeigt haben. Verlierer, das sind für den Weseler Coach damit allerhöchstens er selbst und seine Assistenten. „Weil wir jetzt Leuten vor den Kopf stoßen müssen, die es wirklich nicht verdient haben“, sagt Assfelder. Am Sonntag um 15 Uhr startet der Tabellenfünfte mit einem Heimspiel gegen den souveränen Tabellenführer FC Kray in die Rest-Saison. Und das Trainer-Team des PSV grübelt noch über die erfolgversprechendste Formation.

Da aktuell mit Nico Giese, der sich im Test beim Oberligisten VfB Speldorf einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen hat, nur ein Weseler Akteur verletzungsbedingt abwinken muss und in den Übungseinheiten und Vorbereitungspartien der vergangenen Wochen immer rund 20 Kicker motiviert den Kampf um die Plätze in der Startelf aufnahmen, wird es reichlich Härtefälle geben.

Entschieden ist noch nichts. Ein Grundgerüst hat Assfelder zwar im Kopf, die letzten Eindrücke im Training sollen aber auch noch in die Bewertung eingehen. In dieser Woche geht es dem Übungsleiter nur noch um den Feinschliff und die direkte Vorbereitung auf den hochkarätigen Auftaktgegner aus dem Essener Osten.

Die Grundlagen hat sich der PSV Wesel in vielen intensiven Einheiten und den Vergleichen mit vier Oberligisten geholt. Dass dann drei Tests gegen vermeintliche schwächere Teams aus diversen Gründen ausfallen mussten, ist für den PSV-Coach der einzig wirklich negative Aspekt der Vorbereitung: „Wir hatten die Spiele extra so gelegt, wollten zum Ende hin Gegner haben, gegen die wir das Spiel hätten machen müssen“, sagt Assfelder. Der 9:0-Kantersieg gegen den Bezirksligisten Hamminkelner SV fiel für ihn nur bedingt in diese Kategorie: „Das war einfach kein Maßstab.“

Wirklich trüben kann das alles den Eindruck, dass die Weseler für die verbleibenden Meisterschaftspartien gewappnet sind, aber nicht mehr. „Ich kann die Jungs wirklich nur loben“, sagt Assfelder. „Sie haben sich durch alle Mühen, die wir ihnen bereitet haben, richtig gut durchgearbeitet.“ Auch der so lange verletzte Deniz Özel hat den Großteil der Vorbereitung absolviert und brennt nun darauf, den nächsten Schritt zu machen. Neuzugang Daniele Kowalski hat sich sehr gut integriert. „Er ist immer fleißig und voll dabei“, sagt Assfelder, der sich über eine weitere Option im Angriff freut.

Wohin kann die gute Vorbereitung den PSV Wesel bis zum Saisonende führen? Der Trainer bleibt vorsichtig: „Wenn wir am Ende Fünfter oder Sechster werden, wäre das für unsere junge Mannschaft schon sehr gut. Dass zu erreichen, wird auch schwer genug.“ Und trotzdem hat sich Assfelder vorsorglich auch schon einmal die Situation an der Spitze angeschaut. „Es sind ja auch nur sechs Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz.“

Unnötigen Druck will der Coach nicht aufbauen, Träume sind trotzdem erlaubt. Am letzten Spieltag tritt der PSV beim aktuellen Tabellenzweiten SV Sonsbeck an. „Es wäre wirklich sehr schön, wenn es dann noch um etwas geht“, sagt Björn Assfelder.

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