Fußball-Landesligist PSV Wesel kassiert erste Heimniederlage.

Fußball : PSV Wesel kassiert bei 1:3-Niederlage zwei Tore in Überzahl

Der Landesligist ist zwar über weite Strecken das bessere Team, muss gegen den SV Sonsbeck aber die erste Heimniederlage hinnehmen.

Björn Assfelder attestierte seiner Mannschaft eine gute Leistung. Sogar „zufrieden“ war der Trainer des PSV Wesel nach dem Spitzenspiel gegen den SV Sonsbeck in der Fußball-Landesliga. Bei seiner Einschätzung musste Assfelder jedoch eine nicht ganz unwesentliche Kleinigkeit ausklammern. Der Auftritt des PSV war zwar gut, die Torausbeute der Gäste aber besser – das 1:3 (0:0) gegen den Tabellenzweiten war gleichzeitig die erste Heimniederlage in dieser Saison.

Der Gastgeber machte das Spiel, hatte mehr Ballbesitz, mehr Chancen und war alles in allem das bessere Team. „Wir wollten den Gegner unter Druck setzen, früh angreifen, ihn beschäftigen. Das haben wir auch gut geschafft, aber irgendwie haben wir es dann selbst verbockt“, ärgerte sich Assfelder. Ausdruck der Überlegenheit waren die hochkarätigen Chancen, die sich der PSV erarbeitete. Die größte Möglichkeit besaß Linus Dersch (62.). Sonsbecks Torhüter Tim Weichelt war bereits geschlagen, die Anhänger des PSV setzten schon zum Jubel an. Doch Sonsbecks Robin Schoofs kratzte den Ball noch von der Linie.

Die ansonsten sichere Abwehr des PSV geriet erst nach der Gelb-Roten Karte für Sonsbecks Jan-Paul Hahn (72.) ins Wanken. Der eingewechselte Maximilian Fuchs verwertete eine Hereingabe von der linken Seite zum 1:0 (76.) für die Gäste. Ein Tor, das sich zu diesem Zeitpunkt alles ander als angekündigt hatte. Viel mehr hätte der Gastgeber längst in Führung liegen müssen. Möglicherweise wäre auch alles anders gekommen, wenn Nico Giese kurz zuvor vom Punkt getroffen hätte. Seinen schwach geschossenen Elfmeter wehrte der nicht immer sicher wirkende Weichelt jedoch mühelos ab. „Ich glaube, der verschossene Elfmeter steckte uns dann in den Knochen“, sagte Björn Assfelder. In der 82. Minute war seinem Team der Schreck aber für kurze Zeit nicht mehr anzumerken. Bastian Rupsch behielt nach zu kurzer Faustabwehr von Weichelt im Durcheinander den Überblick und glich zum 1:1 aus.

Die Erleichterung am Molkereiweg währte jedoch nur wenige Momente. Vom Anstoßpunkt aus bedient, zog Maximilian Fuchs auf und davon. Der 25-Jährige kam über die rechte Seite, wurde von Stephan Sanders nicht konsequent angegriffen und ließ PSV-Keeper Raven Olschewski mit einem schönen Schuss in den linken Winkel keine Chance. „In den entscheidenden Szenen haben wir nicht gut verteidigt“, so Björn Assfelder.

In den Schlussminuten warf der PSV Wesel noch einmal alles nach vorne. Selbst Raven Olschewski mischte in der Nachspielzeit im Sonsbecker Strafraum mit. Sein verwaistes Tor nutze Luca Terfloth und schoss aus der Distanz den dritten Sonsbecker Treffer.

PSV Wesel: Olschewski – Bruns, Eisenstein, Nico Giese, Timo Giese, Meis, Rupsch, Sanders, Dersch, Tuncel (61. Blaswich), Klejonkin.

(ott)
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