Fußball-Landesligist PSV Wesel gewinnt mühelos.

Fußball : PSV findet sofort zurück in die Erfolgsspur

Der Tabellenfünfte der Landesliga zeigt sich vom Debakel der Vorwoche gut erholt und besiegt die DJK Arminia Kloserhardt ohne große Mühe mit 2:0. Bastian Rupsch und Viktor Klejonkin treffen für den Gastgeber.

Als der Ball in der 32. Minute nach einem langen Abschlag von Keeper Raven Olschewski über Eray Tuncel zu Bastian Rupsch gelangte, zögerte der 19-jährige Angreifer des PSV Wesel ganz offensichtlich einen Moment zu lange. Der direkte Weg zum Tor war nun versperrt. Doch Rupsch ließ sich nicht beirren, zog nach innen und schlenzte den Ball überlegt und flach ins lange Eck. Fans und Mitspieler bejubelten den Treffer, der den Gastgeber im Duell der Fußball-Landesliga gegen Arminia Klosterhardt auf die Siegerstraße brachte. Am Ende hieß es 2:0 (1:0) für die Weseler, die sich mit dem achten Saisonerfolg für die bittere 1:6-Niederlage eine Woche zuvor beim SV Genc Osman rehabilitierten.

„Ich habe eine Reaktion gefordert, und die habe ich bekommen“, freute sich Björn Assfelder. Für den PSV-Trainer war das erste Spiel nach dem Debakel in Duisburg auch eine Art Charaktertest, den seine Schützlinge, wie von ihm nicht anders erwartet, bestanden haben: „Der Charakter der Mannschaft ist einwandfrei.“

In den ersten Minuten schien das Debakel der Vorwoche aber noch in den Köpfen der Mannschaft zu stecken. Weil dem Gastgeber die nötige Ruhe fehlte und die Bälle so immer wieder viel zu schnell beim Gegner landeten, konnte sich das junge Oberhausener Team, in dem gestern der 26-jährige frühere Weseler Necati Güclü der mit Abstand älteste Akteur war, einige Male gut in Szene setzen. Wirklich brenzlig wurde es für die PSV-Defensive, in der Lennart Laader nach einer guten halben Stunde angeschlagen für Jona Sobotta Platz machen musste, aber nur ganz selten.

Nach den anfänglichen Unsicherheiten fing sich der Gastgeber, setzte nun verstärkt auf Ballbesitz und übernahme mehr und mehr die Kontrolle. Neun Minuten nach dem 1:0 hätte Stephan Sanders nach einer Flanke des Torschützen fast für den zweiten Treffer gesorgt. Doch Arminia-Keeper Niklas Schumacher war bei dessen Flugkopfball auf dem Posten.

Die zweite Hälfte blieb chancenarm. Die Weseler legten ihr Hauptaugenmerk darauf, hinten sicher zu stehen und die Null zu halten, den Gästen schien auf dem schwierig zu bespielenden Naturrasen am Molkereiweg mit zunehmender Spieldauer auch die Kraft auszugehen. So mussten die Anhänger des Tabellenfünften eigentlich nie mehr ernsthaft um den Sieg zittern. Erst recht nicht mehr, nachdem Viktor Klejonkin in der 77. Minute den Ball nach einem Freistoß von der rechten Seite zum 2:0 über die Linie gedrückt hatte.

Ein Sonderlob von Trainer Assfelder verdiente sich gestern Noah Lübbe, der nach längerer Abstinenz über 90 Minuten in der Innenverteidigung arbeitete und sich die fehlende Spielpraxis nicht anmerken ließ. Auch Laader-Ersatz Sobotta fügte sich in der Defensive nahtlos ein.

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