Fußball: Hamminkelner SV verliert 0:3 bei Sterkrade 06/07

Fußball : Hamminkelner SV enttäuscht auch in Überzahl

Der Bezirksligist kassiert bei Sterkrade 06/07 eine 0:3-Niederlage, obwohl er gut eine Stunde lang einen Spieler mehr auf dem Platz hatte. Der Sterkrader Tim Lippens, Enkel von Willi „Ente“ Lippens, sah in der 30. Minute wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte.

Die Situation spitzt sich für den Fußball-Bezirksligisten Hamminkelner SV allmählich zu. Auch im Nachholspiel bei der Spvgg. Sterkrade 06/07 unterlag das Team von Trainer Michael Tyrann glatt mit 0:3 (0:1) und bleibt nach der dritten Niederlage in Serie weiter in bedrohlicher Nähe zur Abstiegszone. Selbst eine mehr als 60-minütige Überzahl konnten die Gäste nicht nutzen, um am Ende Zählbares mit nach Hause nehmen zu können. „Heute bin ich sehr enttäuscht von meiner Mannschaft, die eine schwache Vorstellung geboten hat”, sagte der Coach nach Spielschluss. „Wir konnten die engagierte Leistung vom vergangenen Wochenende gegen Hamborn zu keiner Zeit wiederholen.”

Allerdings hatte der HSV bereits zu Beginn das Pech auf seiner Seite. Bereits nach zehn Minuten musste Tyrann, der ohnehin schon ohne neun Akteure angereist war, zum ersten Mal wechseln. Bei Maximos Fachantidis ging es wegen starker Leistenbeschwerden nicht mehr. Kurz darauf kassierte das Team den frühen Rückstand, als der Ball leichtfertig an der Außenlinie vertändelt wurde und Artur Stankewizius im dritten Nachsetzen das Leder über die Linie bugsierte (13.). „Das war ein Geschenk”, so Tyrann.

Seiner Mannschaft fehlte in der Folge die Durchschlagskraft. Das änderte sich auch nicht, als in der 30. Minute der Sterkrader Tim Lippens, Enkel von Willi „Ente” Lippens, wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah. Der HSV blieb vieles schuldig und wurde in der 62. Minute kalt erwischt, als Enver Ünal einen Frei­stoß direkt zum 2:0 für den Gastgeber verwandelte. Als die Hamminkelner alles auf Offensive setzten, liefen sie prompt in einen Konter, den Artur Stankewizius mit seinem zweiten Treffer erfolgreich abschloss (77.). „Das war in allen Belangen zu wenig. Wir brauchen einen Sieg aus den beiden ausstehenden Spielen, um halbwegs beruhigt in die Winterpause zu gehen“, sagte Michael Tyrann.

Hamminkelner SV: Tünte - Hütten, Fachantidis (10. Quartsteg), Kürekci, Hoffmann, Mengülogul (80. Gözüdok), Bongers (75. Buttenborg), Müller, Bergendahl, Klein-Hitpaß, Wirtz.

(beck)
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