Fußball: GW Lankern in der Kreisliga A im Abstiegskampf

Fußball : GW Lankern steckt wieder im Abstiegskampf

Die Mannschaft muss erneut um den Klassenerhalt in der Kreisliga A bangen. Doch Coach Markus Rambach, der im Sommer geht, glaubt fest an den Verbleib in der Liga. Sebastian Klein-Schmeink und Matthias Boland verstärken das Team.

GW Lankern befindet sich in der Fußball-Kreisliga A mitten im Abstiegskampf. Und das wird wohl auch bis zum Saisonende so bleiben. Trainer Markus Rambach gibt sich aber kämpferisch. „Es wird kein einfacher Weg. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir am Ende die Klasse halten“, sagt Rambach. Er steht vor seinem letzten Halbjahr als GWL-Coach. Im Sommer wird er das Zepter bekanntlich an Robert Rowoldt übergeben. Auch wenn sein Fokus derzeit schon auf der anstehenden Rückrunde liegt, so schaut Rambach jetzt schon einmal voraus auf seine fußballfreie Zeit. „Ich freue mich sehr darauf und bin froh, wenn ich dann erstmal nichts mehr planen muss“, sagt er. 15 Jahre lang hat er fast ununterbrochen als Verantwortlicher an der Seitenlinie gestanden.

Dass sich Markus Rambach in Lankern mit dem erneuten Klassenerhalt verabschieden will, steht außer Frage. Er weiß aber auch, dass dies kein leichtes Unterfangen wird. Seine Mannschaft weist nach 19 Spielen nur 17 Zähler auf und steht auf dem 14. Rang. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt gerade einmal einen Punkt. Die Konkurrenten im Tabellenkeller haben dazu noch einige Nachholpartien in der Hinterhand. Die Vorzeichen könnten also besser sein. Allerdings ist diese Situation in Lankern nicht neu. Auch nicht für Markus Rambach, der in seiner dritten Spielzeit bei GWL nun zum dritten Mal gegen den Abstieg kämpft. „Bevor ich hier angefangen habe, wusste ich, dass es schwer wird. Aber wir haben es bisher immer geschafft“, sagt der Coach.

Die Gründe für die sportlich schwierige Lage sind bei GW Lankern seit Jahren dieselben. Immer wieder hören erfahrene Kräfte, die bei den Grün-Weißen oftmals noch die Bezirksliga-Zeit miterlebt haben, auf. „Von dem damaligen Stamm haben bereits 16 Akteure ihre Laufbahn beendet. Im Prinzip gibt es hier jeden Sommer einen Umbruch“, so Rambach. Mit den Abgängen geht natürlich Qualität verloren. Die Grün-Weißen versuchen, die Lücken aus den eigenen Reihen zu schließen. Externe Neuzugänge sind eine Seltenheit.

Erschwerend kam in dieser Saison das Verletzungspech hinzu. Einige Leistungsträger fielen in der Hinrunde lange Zeit aus. Vor allem die gute Abwehrreihe, die in der Saison zuvor ein entscheidender Faktor für den Klassenerhalt war, brach oftmals komplett weg. „Ich war teilweise froh, zwölf oder 13 gesunde Spieler zu Verfügung zu haben“, sagt Markus Rambach, der trotzdem nicht über ein vorzeitiges Ende seiner Arbeit bei GW Lankern nachgedacht hat. „Einige Leute haben erwartet, dass ich die Brocken zwischenzeitlich hinschmeiße. Doch zwischen mir und dem Team passt es nach wie vor.“

Oftmals waren die Grün-Weißen mit dem letzten Aufgebot nicht konkurrenzfähig. Sechs Mal kassierte die Mannschaft Niederlagen mit fünf oder mehr Gegentoren. Die letzten vier Begegnungen im vergangenen Jahr verlor das Team bei einem Torverhältnis von 0:14. Auch die GWL-Offensive tat sich schwer und brachte nicht die nötige Entlastung. Für Rambach ist daher längst klar: „Wir haben nur eine Chance, wenn wir kämpferisch alles abrufen. Fußballerisch ist es für uns schwer, in der Liga mitzuhalten.“

Und gegen die mangelnde Torgefahr haben die Lankerner jetzt ein Mittel. Sebastian Klein-Schmeink, der lange für den Nachbarn BW Dingden spielte und zuletzt eine Pause eingelegt hat, stürmt künftig für GWL. „Er wird uns weiterhelfen“, sagt Rambach. In Matthias Boland kehrt ein alter Bekannter zurück. Der Abwehrmann hatte vor seinem Wechsel zum TuS Gahlen vor eineinhalb Jahren lange Zeit in Lankern gekickt und pausierte in der Hinrunde.

Mehr von RP ONLINE