Fußball: Große Zuversicht bei BW Wertherbruch

Fußball : Bei Blau-Weiß Wertherbruch herrscht große Zuversicht

Der Aufsteiger geht sehr selbstbewusst in die Saison in der Kreisliga A, weil die Vorbereitung bislang nach Plan gelaufen ist. Allerdings schmerzt der Ausfall von Innenverteidiger Rouven Boland, der noch einige Monate fehlen wird.

Während andernorts die Unsicherheit über die Form zum Saisonstart groß ist, herrscht bei Rene Olejniczak bemerkenswerte Zuversicht. Der Trainer von BW Wertherbruch sieht sich und sein Team in der Vorbereitung voll im Plan. Der Aufsteiger in die Fußball-Kreisliga A spult bislang ein Sommerprogramm ab, das voll den Vorstellungen des Übungsleiters entspricht. Nicht zuletzt der zweite Platz bei der Stadtmeisterschaft am vergangenen Wochenende, bei der sich sein Team gegen den Bezirksligisten BW Dingden erst im Elfmeterschießen geschlagen geben musste, stimmt ihn optimistisch. „Es wäre übertrieben, wenn ich sagen würde, wir hätten alle Erwartungen übertroffen”, sagt Olejniczak. „Aber wir sind voll im Soll und freuen uns, dass es bald losgeht.”

Eine Woche dauert es noch, bis der Neuling am Freitagabend, 19.30 Uhr, beim SV Krechting die Saison eröffnen darf. Bis dahin steht der Feinschliff an. „Ab jetzt geht es um die Kleinigkeiten”, sagt Olejni­czak. „Manchmal sind es nur zwei, drei Meter in der Position, über die wir diskutieren.” Die Einspielmöglichkeiten bis zur Auftaktpartie sind indes begrenzt. Einmal noch wird am Montagabend daheim über 90 Minuten gegen den SV Krechting II gekickt. Zuvor spielen die Blau-Weißen am Samstagnachmittag ein Blitzturnier in Suderwick. Für den Samstagvormittag steht eine Videoanalyse jedes einzelnen Akteurs auf dem Programm. „Das ist hilfreich”, sagt der Coach.

Ein Vorteil seiner Mannschaft ist, dass sie nahezu unverändert in das neue Spieljahr geht. Verlassen hat den Club niemand. In  Felix Tichelofen sowie Robin Flores und Nico Hochstrat stießen ein Talent aus der eigenen Jugend und zwei Spieler aus der Reserve zum Kader. Einziger Wermutstropfen: Rouven Boland, nach Ansicht seines Trainers vielleicht „der beste Innenverteidiger der Liga”, wird nach seinem Kreuzbandriss, den er sich in der Schlussphase der vergangenen Spielzeit zugezogen hat, wohl bis weit ins nächste Jahr ausfallen. „Das ist schmerzlich und nicht zu kompensieren”, sagt Olejniczak. „Aber wir werden das als Team auffangen müssen.”

Nicht zuletzt daraus resultiert auch das ausgegebene Saisonziel. „Für uns zählt allein der Klassenverbleib”, sagt der Coach. „Alles andere wäre Quatsch.” Allzu tief stapeln will er aber dennoch nicht, zumal in der Vorbereitung in allen Bereichen ordentlich gearbeitet wurde. „Wir sind selbstbewusst und wissen, dass am Ende andere ihre Plätze in der Kreisliga A räumen müssen.”

Enorm wichtig aus Sicht des Trainers ist es, wie die Blau-Weißen aus den Startlöchern kommen. Das Auftakt-Programm ist ambitioniert. In den ersten fünf Spielen ist, so Olejniczak, keine Mannschaft dabei, die „am Ende im unteren Drittel landen wird”. Kann sein Team dort schon punkten, sollte das angestrebte Ziel deutlich leichter zu erreichen sein. „Die Liga wird schwierig”, so der Coach. „Da sollten wir uns von den bisherigen Ergebnissen nicht täuschen lassen.” Aber sie wird auch aufregend, weil nahezu jede Begegnung Derby-Charakter besitzt. „Keine Frage”, sagt Olejniczak, „das ist die interessanteste Liga im Kreis.”