Fußball: Fernduell um Klassenerhalt zwischen SV Bislich und GW Lankern

Fußball : SV Bislich und GW Lankern zittern noch

In der Kreisliga A entscheidet sich am letzten Spieltag, wer neben dem VfR Mehrhoog absteigt. Der SVB empfängt am Sonntag BW Wertherburch. GWL muss beim FC Olympia Bocholt antreten. Auch der SV Büderich braucht einen Sieg.

Der SV Bislich und GW Lankern kämpfen am Wochenende im Fernduell gegen den Abstieg aus der Fußball-Kreisliga A. Zwar sind beide Teams vor dem letzten Spieltag punktgleich, jedoch hat der SVB das um fünf Tore schlechtere Torverhältnis. Die besseren Karten haben also die Lankerner, die beim FC Olympia Bocholt zu Gast sind. Die Bislicher empfangen BW Wertherbruch.

„Wir haben es selbst in der Hand und wollen den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen“, sagt GWL-Trainer Markus Rambach, der sich mit dem Liga-Verbleib verabschieden will. Seinen Posten wird Robert Rowoldt nach der Saison übernehmen, der derzeit noch Co-Trainer bei Olympia Bocholt ist. „Das ist mir völlig egal. Wir schauen auf uns“, sagt Rambach.

Sven Scholten, Trainer des SV Bislich, hofft auf Fairness. „Ich hoffe und erwarte, dass Olympia dieses Spiel ernsthaft angeht“, sagt er. Ihm ist klar, dass ein Lankerner Sieg so gut wie sicher den Abstieg für seine Mannschaft bedeuten würde. „Das Torverhältnis werden wir nicht aufholen können“, so Scholten. Die Bislicher, die aus den vergangenen fünf Partien gerade einmal einen Zähler geholt haben, besitzen im Kampf gegen den Abstieg zweifelsohne die schlechteren Karten.

Dennoch gibt sich Scholten kämpferisch: „Wir werden alles in die Waagschale werfen. Ich zähle auf den Charakter der Mannschaft. Die Einstellung in den jüngsten Partien war nicht gut.“ Wie es mit seiner Personalie nach der Spielzeit weitergeht, weiß Scholten noch nicht. „Das halte ich mir offen“, sagt er.

GWL-Trainer Markus Rambach blickt zuversichtlich auf das Saisonfinale: „Wir sind hochmotiviert. Wenn wir unsere Leistung bringen und gewinnen, kann der SV Bislich machen, was er will.“

Ausgerechnet der Lankerner Lokalrivale BW Wertherbruch, der dem SV Bislich gegenübersteht, kann am Sonntag das Zünglein an der Waage sein. „Uns wird nach dem Spiel niemand etwas vorwerfen können. Wir gehen mit voller Ernsthaftigkeit in diese Partie“, sagt BWW-Coach Rene Olejniczak. Dem Trainer ist egal, wer letztlich absteigen wird. „Am Ende steht jede Mannschaft in der Tabelle da, wo sie es verdient hat zu stehen. Wir spielen nur für uns.“

Aycin Özbek, Trainer des SV Brünen, sind nach dem vorzeitigen Klassenerhalt einige Steine vom Herzen gefallen. „Ich bin so erleichtert“, sagt er. Für den Coach war es eine der schwersten Spielzeiten, die er bisher erlebt hat: „Ich liebe es, unter Druck Fußball zu spielen. Aber das war zu viel“, sagt Özbek. Im Heimspiel gegen Fortuna Millingen wollen sich die Brüner noch einmal von ihren Anhängern verabschieden. Mit den treusten Fans geht es vor dem Spiel zum Suppe essen in die Dorfkneipe. Christian Purps und Marvin Moshövel, die die Schuhe jeweils an den Nagel hängen, bestreiten ihr letztes Spiel. „Beide werden selbstverständlich auflaufen und gebührend verabschiedet“, sagt Özbek.

Der VfR Mehrhoog gastiert ohne den verhinderten Kapitän Simon Baues bei Westfalia Anholt. Für den Aufsteiger ist das Abenteuer Kreisliga A nach diesem Spiel beendet, der VfR wird allerdings mit Frank Terhorst auch in die neue Saison in der Kreisliga B gehen.

Der SV Büderich will seine letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Kreisliga A Moers nutzen. Der SVB ist punktgleich mit dem FC Neukirchen-Vluyn, der den Relegationsplatz belegt. Jedoch weist das Team von Stefan Tebbe das schlechtere Torverhältnis auf. Eine Niederlage würde für den SVB den sicheren Abstieg bedeuten. „In Hohenbudberg müssen wir irgendwie punkten und dann hoffen“, sagt Tebbe, der Alexander Höppner (zuletzt gelb-gesperrt) für den nun gelb-gesperrten Sascha Ströter zurückerwartet.

Der FC Neukirchen spielt parallel in Millingen, ebenfalls bei einer schon geretteten Mannschaft. Sollte Büderich, zuletzt zweimal siegreich, der Sprung auf den 16. Platz noch glücken, würde eine Relegationsrunde mit den beiden Zweitplatzierten der Kreisligen B warten. In beiden Moerser Gruppen steht die Entscheidung, wer letztlich Meister und Zweiter wird, noch aus.