Fußball: Björn Bennies tritt beim TuS Gahlen zurück

Fußball : Björn Bennies tritt als Coach des TuS Gahlen zurück

Der 37-Jährige hört aus beruflichen Gründen beim Bezirksligisten auf, mit dem er im vergangenen Jahr das Meisterstück in der Kreisliga A machte. Co-Trainer Georg Geers ist ein Kandidat für die Nachfolge.

Paukenschlag beim TuS Gahlen: Björn Bennies, Trainer des Fußball-Bezirksligisten, tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Der 37-Jährige, der vor etwas mehr als drei Jahren zum Schermbecker Verein kam und in seiner aktiven Zeit als offensiver Mittelfeldspieler mehr als 100 Oberliga-Partien bestritt, teilte seine Entscheidung am Dienstagabend dem Vorstand und der Mannschaft mit.

Björn Bennies, der schon beim Saisonauftakt daheim gegen DJK Adler Buldern (4:1) von seinem Assistenten Georg Geers vertreten wurde, führt berufliche Gründe für seine Entscheidung an. Als Logistikleiter einer Automobilfirma betreut er derzeit „sehr zeitintensive Projekte”, die aus seiner Sicht ein seriöses Arbeiten mit der Mannschaft nicht mehr zulassen. „Ich bin von meinem Arbeitgeber so sehr eingebunden, dass ich das Traineramt in dieser Form nicht mehr ausführen kann”, so Bennies.

Trotzdem habe er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Ich habe eine Nacht darüber wach gelegen”, sagt Bennies, der keine Möglichkeiten mehr sah, Beruf, Familie und Fußball unter einen Hut zu bekommen. „Das ist ausgesprochen schade und höchst bedauerlich”, so der scheidende Coach. „Ich gehe schweren Herzens vom TuS Gahlen fort.”

Dass Bennies die Entscheidung schwergefallen ist, liegt nicht zuletzt daran, dass er mit seinem Team gerade in den vergangenen zwölf Monaten sehr erfolgreich gearbeitet hat. Nach dem Abstieg in die Kreisliga im ersten Jahr (2015/16) sprach der Verein ihm trotz unerfreulicher Entwicklung das Vertrauen aus – und wurde belohnt. Im Mai dieses Jahres gelang der Wiederaufstieg in die Bezirksliga. „Ich habe mehr als drei Jahre mit viel Herzblut viel Arbeit geleistet”, sagt Bennies, der eine intakte Mannschaft hinterlässt.

Gemeinsam mit Co-Trainer Georg Geers und dem Sportlichen Leiter Vincenzo Maralli stellte er noch im Sommer einen schlagkräftigen Kader aus vielen jungen und talentierten Spielern zusammen. „Björn Bennies hat sehr gute Arbeit geleistet”, sagt Maralli. „Schade, dass unsere Planungen für diese Saison nun nicht mehr aufgehen.” Maralli selbst ereilte diese Nachricht im Urlaub. Nach seiner Rückkehr am Sonntag will er sich mit den anderen Verantwortlichen Gedanken über die Nachfolge machen. „Nebenwirkungen für das Team erwarte ich nicht”, sagt er. „Die Mannschaft ist stabil und wird das verkraften.” Zudem wird in Geers ein Mann kommissarisch die Verantwortung übernehmen, der, laut Maralli, „das fortführen wird, was wir mit Bennies begonnen haben”.

Geers gilt darüber hinaus als Option für den Posten des neuen Trainers. Der 32-Jährige ist ein enger Vertrauter von Bennies, hat fünf Jahre gemeinsam mit ihm gespielt und denkt Fußball wie er. „Ausgeschlossen ist nichts”, sagt er, „aber auch mein Terminplan ist voll.” Insofern ist eine Trainerrolle zeitlich für ihn kaum zu stemmen. „Ich könnte mir aber eine Doppellösung in Form eines Trainergespanns vorstellen”, sagt Georg Geers.

(beck)
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