Fußball: B-Ligist SV Ringenberg will Spitzenplatz

Fußball : SV Ringenberg will oben mitmischen

Der B-Ligist scheint in der Vorbereitung auf einem guten Weg zu sein. Dennoch ist der Aufstieg für  den neuen Trainer Dennis Reddmann noch kein Thema. Mit dem Coach kamen sieben Spieler vom Hamminkelner SV zum SVR.

Ergebnisse lügen bekanntlich nicht. Und wenn das so ist, dann müssten die Kicker des SV Ringenberg in ihrer Saison-Vorbereitung auf einem richtig guten Weg sein. Zuletzt gewann der Fußball-B-Ligist ein Testspiel beim klassenhöheren A-Ligisten SV Brünen mit 4:2 und bot dabei eine überzeugende Vorstellung. „Das war für uns ein richtungsweisendes Spiel”, sagt Trainer Dennis Reddmann. „Der Gegner war stark, und ich habe viele gute Dinge gesehen, die meine Mannschaft richtig gemacht hat.”

Nach rund drei Wochen intensiven Trainings gelang vor allem die aus Sicht des neuen Übungsleiters eminent wichtige Umschaltbewegung. „Das hatte zuvor nicht so gut funktioniert”, sagt Reddmann. „Gegen den SV Brünen aber hat das vorbildlich hingehauen.” Der SV Ringenberg ist offenbar gut vorbereitet auf das neue Spieljahr, das für den Club jedoch mit Verzögerung beginnt. Erst am Donnerstag, 23. August, steigt der Vierte der vergangenen Saison in den Punktspielbetrieb ein und muss bei BW Bienen ran. „Ein unangenehmer Gegner”, sagt der Coach. „Das Team stellt sich hinten rein und ist vorne flott besetzt.”

Aber Angst machen gilt nicht. Dafür weiß Reddmann zu gut um die eigenen Stärken. Der Coach trägt erst seit wenigen Wochen die Verantwortung beim SVR, nachdem er zuvor den Hamminkelner SV II trainiert hat. Mit Reddmann kamen nicht weniger als sieben Spieler aus der ersten, der zweiten und der A-Jugend-Mannschaft des HSV nach Ringenberg.

Collin Manthey, der aus Flüren zum Team stieß, und Lukas Andrich, der aus der eigenen A-Jugend stammt und nach einer zweijährigen Spielpause zurückkehrt, komplettieren die Liste der Zugänge. Gegangen sind mit Dennis Theißen (SV Bislich) und Matthias Kacar (SV Spellen) lediglich zwei Stammkräfte der vergangenen Serie. „Die vielen neuen Spieler haben sich sagenhaft schnell integriert”, sagt Reddmann. „Aber dafür und für das familiäre Umfeld ist der SV Ringenberg ja auch bekannt.”

Ein paar Sorgen plagen den Trainer aber. Mit Maikel Bollmann und Tobias Peters fallen gleich zwei Akteure für die gesamte Hinrunde aus. Bollmann ist rekonvaleszent nach einer Knorpel-Operation im Knie, Peters rückt sein Studium ins Zentrum. Auch ein anderer Peters bereitet dem Coach Kopfschmerzen. Bastian, der ein Jahr jüngere Bruder von Tobias, plagt sich mit Knieproblemen und war zuletzt zwei Wochen zum Zuschauen verdammt. „Bastian ist unverzichtbar in der Innenverteidigung”, sagt Reddmann. „Ich hoffe, dass er wieder fit ist, wenn er zwei Tage vor unserem Saisonstart zurück aus dem Urlaub kommt.“

Was das Ziel für das neue Spieljahr angeht, bleibt man in Ringenberg vorsichtig. Im oberen Drittel angreifen, das ist die offizielle Lesart. Die B-Liga ist, laut Reddmann, „stark und ausgeglichen”, weshalb sich niemand „mit dem Thema Aufstieg befassen will”. Dennoch ist die Zielvorgabe  klar: 30 Punkte sollen bis zur Winterpause her. „Dann wären wir erst einmal im Verteiler um die oberen Plätze”, sagt der Coach.

Auf dem Weg dahin begegnet ihm schon am Donnerstag, 30. August, seine ehemalige Mannschaft, wenn der SVR beim Hamminkelner SV II antritt . Die Frage, ob das ein besonderes Spiel für ihn sein wird, beantwortet sich fast von allein. „Nach sieben Jahren beim HSV habe ich viele Freundschaften dort geschlossen”, sagt Reddmann. „Natürlich wird das ein spezieller Abend für mich.”

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