Fußball: 2:1-Sieg für den SV Schermbeck gegen den 1. FC Gievenbeck

Fußball : SV Schermbeck verbessert sich auf Platz sechs

Der Oberligist gewinnt das Nachholspiel gegen den Mitaufsteiger 1. FC Gievenbeck mit 2:1 und hat den Klassenerhalt so gut wie sicher.

Dennis Grodzik hätte das leicht strapazierte Nervenkostüm seines Trainers vorzeitig deutlich stabilisieren können. In der letzten Minute der regulären Spielzeit bot sich dem eingewechselten Offensivakteur des Fußball-Oberligisten SV Schermbeck im Heimspiel gegen den 1. FC Gievenbeck die große Möglichkeit, die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Doch Grodzik setzte den Ball freistehend über das gegnerische Tor. So musste Thomas Falkowski an der Seitenlinie noch für einige Augenblicke zittern, doch wirklich eng wurde es für den Gastgeber bis zum Abpfiff nicht mehr. Das 2:1 (1:0) über den Tabellenvorletzten aus Münster war der fünfte Sieg in Serie für den SVS, der sich auf den sechsten Rang vorschob und langsam, aber sicher für ein weiteres Jahr in der vierthöchsten Spielklasse planen kann.

Schnell war der SVS-Coach nach dem Schlusspfiff auf dem Stadionrasen und herzte jeden seiner Schützlinge innig. Falkowski hatte schon im Vorfeld in Mitaufsteiger Gievenbeck eine ganz harte Nuss gesehen und fühlte sich hinterher absolut bestätigt. „Das war wirklich ein mega-schweres Spiel“, sagte der Trainer. So hart erkämpft der Schermbecker Sieg im Nachholspiel wirkte, so verdient war er allerdings auch, denn der Gastgeber hatte über die gesamte Dauer etwas mehr vom Spiel und auch die deutlich besseren Chancen. Der SVS ließ bis auf den zwischenzeitlichen Ausgleich kaum eine gefährliche Situation zu, musste gegen lange Zeit sehr defensiv eingestellte Gäste aber auch geduldig bleiben.

Erst in der 25. Minute kamen die Schermbecker zu ihrer ersten Chance. Dominik Milaszewski köpfte eine Flanke von Marek Klimczok knapp am Münsteraner Tor vorbei. Bis dahin hatte sich das Geschehen fast ausnahmslos im Mittelfeld abgespielt, wo sich beide Teams mit viel Einsatz beharkten. Kurz vor der Pause, als die Gäste sich zunehmend über ein paar Entscheidungen der Schiedsrichterin erbosten und darüber ein wenig die Ordnung verloren, schlug der SVS schließlich zu. Nach einem sehenswert herausgespielten Konter über vier Stationen war es Kilian Niewerth, der den gut getimten Pass von Gökhan Turan in der Mitte aufnahm und Nico Eschhaus im Gievenbecker Tor keine Abwehrmöglichkeit ließ (42.).

Der Gast kam zwar gleich nach dem Wechsel zum 1:1 (48.), weil Maik Habitz den ersten Eckstoß des Gegners unglücklich mit dem Kopf ins eigene Tor befördert hatte, aber Schermbeck hatte schnell wieder eine Antwort parat. „Meine Mannschaft hat mittlerweile so eine breite Brust, die lässt sich durch nichts aus der Bahn werfen“, sagte Falkowski über den zweiten Treffer von Kilian Niewerth, der sich am Sechzehner fein durchsetzte und flach ins kurze Eck traf (54.).

In der Folge wurde es noch ein wenig hitziger, aber der SVS verlor nie die Kontrolle über die Partie und durfte schließlich völlig zurecht über die Fortsetzung seiner Siegesserie jubeln. Am Sonntag soll in Herne der sechste Streich folgen. „Dann wäre der Klassenerhalt endgültig perfekt“, sagt Falkowski.

SV Schermbeck: Drobe – Zugcic, Habitz, Mule-Ewald, Poch, P. Rudolph (88. Goeke), Klimczok, Hodzic, Turan (80. Grodzik), Niewerth (72. Niehoff), Milaszewski.

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