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Lokalsport: Formel 1: Sechs Runden kosteten Nico Hülkenberg das Podest

Lokalsport : Formel 1: Sechs Runden kosteten Nico Hülkenberg das Podest

Monaco sollte für Nico Hülkenberg ein Neustart werden. Doch nach seinem sechsten Platz im Fürstentum sprach der Emmericher Formel-1-Fahrer von einem "ruinierten Rennen". Nichtsdestotrotz hat der Grand Prix den erhofften Rückwind für Force India gebracht. Auch Hülkenberg hat abgesehen von einer falschen Reifenstrategie an der Côte d'Azur überzeugt.

"Ich habe mich vom ersten Training an im Auto richtig wohlgefühlt", sagte der 28-Jährige nach dem Qualifying, als seine Laune nach Position fünf noch deutlicher besser war. Im Rennen entschieden dann sechs Runden darüber, dass Nico Hülkenberg in der Formel eins weiter auf seine erste Podestplatzierung warten muss. Stattdessen konnte wieder einmal Teamkollege Sergio Perez den Champagner als Dritter spritzen lassen. "Eigentlich hätte Nico Dritter werden müssen. Hätten wir ihn analog zu Perez später zum ersten Stopp geholt, wären wir Dritter und Vierter geworden", sagte Robert Fernley, stellvertretender Teamchef von Force India, im Gespräch mit Auto, Motor und Sport.

Als die Strecke abtrocknete, ging es um den richtigen Zeitpunkt, die Intermediates aufzuziehen. Nico Hülkenberg kam in Runde 15 zum Reifenwechsel. Er sortierte sich hinter Sebastian Vettel wieder im Feld ein. Das Problem für den 28-jährigen Emmericher war jetzt Felipe Massa. Der Brasilianer im Williams blieb draußen, fuhr aber nur noch bescheidene Rundenzeiten und hielt die beiden Deutschen hinter sich auf. Perez kam erst in Runde 21 an die Box, hatte aber einen Vorsprung von rund 20 Sekunden auf Vettel und Hülkenberg herausgefahren. Das reichte, um vor ihnen zu bleiben.

Nico Hülkenberg hing nun im Verkehr fest. Da in den Häuserschluchten von Monte Carlo das Überholen extrem schwierig ist, änderte sich später auch auf Slicks nichts mehr. Immerhin konnte der Emmericher den WM-Führenden Nico Rosberg im Mercedes in der letzten Kurve des Rennens noch überrumpeln und sicherte sich so Rang sechs.

Force India holte in Monaco 23 Punkte und verbesserte sich in der Konstrukteurswertung mit jetzt 37 Zählern auf Platz fünf. Nur Mercedes strich in Monte Carlo mehr Punkte ein als Force India. Die bereits beim Rennen zuvor in Barcelona ans Auto gebrachten Aerodynamik-Updates scheinen ihre Wirkung nicht zu verfehlen.

(tt)