Fair-Play-Preis der Rheinischen Post für Westfalia Anholt

Fußball : Westfalia Anholt gewinnt Fair-Play-Preis der Rheinischen Post

Der Verein sichert sich bei dem mit 1100 Euro dotierten Wettbewerb zum ersten Mal den ersten Platz. Vorjahressieger JSG Werth/Wertherbruch und die JSG Emmerich teilen sich den zweiten Rang. Fußball-Kreis lobt das Engagement der Sponsoren.

Westfalia Anholt hatte im vergangenen Jahr den Premieren-Sieg beim Fair-Play-Preis der Rheinischen Post noch ganz knapp verpasst. Der Verein belegte beim mit 1100 Euro dotierten Wettbewerb, bei dem vorbildliches Verhalten auf und neben dem Fußballplatz belohnt wird, hinter der Jugend-Spiel-Gemeinschaft (JSG) Werth/Wertherbruch den zweiten Rang. Jetzt hat es geklappt, die Rollen wurden getauscht. Westfalia Anholt sicherte sich bei der 18. Auflage des von der RP im Jahr 2000 initiierten Wettbewerbs zum ersten Mal den ersten Platz. Und das mit einem denkbar knappen Vorsprung.

Die Westfalia hatte mit 16,5 Strafpunkten nur 0,5 Zähler Vorsprung vor dem Vorjahressieger JSG Werth/Wertherbruch und der JSG Emmerich, die sich den zweiten Rang teilten. Für den Gewinner gab es 500 Euro und eine Urkunde. Jeweils 300 Euro erhielten die JSG Werth/Wertherbruch und die JSG Emmerich. Die erfolgreichen Vereine wurden am Dienstagabend bei der Jugend-Arbeitstagung des Fußball-Kreis Rees-Bocholt in der Ringenberger Gaststätte Buschmann von Ingo Egerlandt von der Provinzial-Versicherung Egerlandt und Söhne, Lambert Heijmen vom TuS Haffen-Mehr sowie RP-Sportredakteur Joachim Schwenk ausgezeichnet.

Alfred Herbers, Jugendobmann des Fußball-Kreises, lobte bei der Veranstaltung das Engagement der Rheinischen Post und ihrer Sponsoren. „Durch diesen Wettbewerb wird seit vielen Jahren schon Fair Play gefördert und eine Menge Geld an die Vereine ausgeschüttet“, sagte er. Mehr als 17.000 Euro Preisgeld wurden mittlerweile an die Vereine aus Wesel, Hamminkeln, Dreve­nack, Emmerich, Rees und Isselburg verteilt, deren A- und B-Junioren-Mannschaften in die Wertung kommen. Der Punktekatalog wurde von Jürgen Schulz vom Fußball-Kreis Rees-Bocholt geführt.

Das Geld ist ausschließlich für die Jugend-Abteilungen bestimmt. Neben der Rheinischen Post, die 500 Euro beisteuert, unterstützen die Provinzial-Versicherung Egerlandt und Söhne (250 Euro), Wilhelm Elmer (100 Euro), langjähriger Vorsitzender des Stadtsportverbandes Hamminkeln und des SV Brünen, Lambert Heijmen (100 Euro) vom TuS Haffen-Mehr und der Jugendausschuss des Fußball-Kreises, der 150 Euro spendet, die gute Sache. Alle Sponsoren haben bereits zugesagt, auch in der bald beginnenden neuen Saison bei der Aktion mitzumachen. Der Fair-Play-Preis der RP wird damit in die 19. Runde gehen.

Für Markus Schmitz, Fußball-Obmann von Westfalia Anholt, gibt es unter anderem einen Grund dafür, dass sein Verein bei dem Wettbewerb erfolgreich war. „Unsere Jugend-Trainer leben Fair Play vor, weil sie an der Seitenlinie und in der Kabine sehr ruhig und bedacht sind. Das färbt auf die Spieler ab“, sagte Schmitz. Das Preisgeld wird den A- und B-Junioren zur Verfügung gestellt. „Die Mannschaften sollen dafür belohnt werden, dass sie sich sportlich so vorbildlich verhalten haben“, sagt der Obmann der Westfalia, die in allen Nachwuchsklassen wenigstens ein Team stellt.

Keine Überraschung ist es für Peter Tichelofen, Vorsitzender von BW Wertherbruch und Mitglied im Jugendvorstand der zehn Mannschaften zählenden JSG Werth/Wertherbruch, dass eher kleinere Clubs auch diesmal bei  dem Wettbewerb vorne lagen. „Bei den Dorfvereinen ist das Umfeld noch beschaulich. Das spiegelt sich dann auch in Sachen Fair Play wider“, sagte Tichelofen. Die JSG hatte sich im Vorfeld Hoffnungen gemacht, beim Fair-Play-Preis erneut vorne dabei zu sein: „Wir hatten ausgerechnet, dass wir gut im Rennen lagen.“

Bei der JSG Emmerich, die mittlerweile 19 Nachwuchs-Mannschaften, darunter vier Mädchen-Teams, in ihren Reihen hat, wird viel Wert auf Fair Play gelegt, was am Dienstagabend honoriert wurde. „Wir weisen bei den Jugend- und Trainersitzungen immer wieder darauf hin, dass der Gegner und der Schiedsrichter mit Anstand und Respekt behandelt werden sollen“, sagte Jörg Wickermann, der dem Jugendvorstand der Spiel-Gemeinschaft angehört und Jugendleiter des VfB Rheingold ist. Viel hänge aber auch davon ab, wie die Mannschaften zusammengesetzt sind. „Wenn man ein Team hat, in dem viele befreundete Jugendliche stehen, dann passiert in der Regel eigentlich wenig.“ Zudem fordert die JSG ihre Trainer auf, „direkt einzuschreiten, wenn Eltern von Spielern über den Schiedsrichter schimpfen oder sich nicht vernünftig benehmen.“

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