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Handball: Esser: "Der Verlierer ist aus dem Rennen"

Handball : Esser: "Der Verlierer ist aus dem Rennen"

Handball-Landesliga: Der Tabellenzweite HSG Wesel erwartet morgen den punktgleichen Dritten TV Issum zum Duell der Verfolger. Beide Teams müssen einen Sieg schaffen, wenn sie am Spitzenreiter TSV Bocholt dran bleiben wollen.

Sven Esser bringt die Bedeutung der Begegnung auf den Punkt. "Eine Niederlage dürfen sich beide Mannschaften nicht erlauben. Denn der Verlierer dieses Spiels ist aus dem Rennen um den Titel", sagt der Trainer des Handball-Landesligisten HSG Wesel. Der Tabellenzweite (26:8-Zähler) erwartet morgen um 19 Uhr den punktgleichen Dritten TV Issum zum Duell der Verfolger in der Sporthalle Nord. Beide Teams liegen einen Zähler hinter Spitzenreiter TSV Bocholt zurück, der am Sonntagabend als haushoher Favorit in die Partie beim Schlusslicht SG OSC Löwen Duisburg III geht.

"Bocholt wird diese Aufgabe problemlos lösen. Das bedeutet, dass der Verlierer unseres Spiels schon drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer hätte. Das kann man in den verbleibenden acht Begegnungen wohl nicht mehr aufholen", sagt Esser. Aber selbst bei einem Sieg gegen Issum hätte es die HSG im Kampf um die Meisterschaft weiter nicht selbst in der Hand. "Wir können momentan nichts anderes tun, als unsere Hausaufgaben zu machen, um dann da zu sein, wenn der TSV Bocholt sich eventuell noch einen Fehler erlauben sollte", meint der Weseler Coach.

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Er ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft die schwere Aufgabe am Samstag lösen kann. Für Optimismus sorgt bei Esser nicht nur, dass die Formkurve seines zwischenzeitlich erheblich schwächelnden Teams zuletzt wieder klar nach oben zeigte. Die HSG bot bei der 32:36-Niederlage gegen den TSV Bocholt und dem deutlichen 31:21-Erfolg beim HC TV Rhede gute Leistungen. Der Coach sieht es zudem als psychologischen Vorteil an, dass seine Mannschaft den TV Issum in dieser Saison schon zweimal bezwungen hat. Sie gewann in der Meisterschaft mit 32:29 in Issum und setzte sich im Viertelfinale des Kreispokals nach Verlängerung mit 27:26 gegen den Gegner durch. "Für den Hinterkopf sind diese Ergebnisse sicherlich nicht schlecht", sagt Esser.

Er hofft, dass sein Team in der Defensive an die gute Leistung anknüpft, die es beim Erfolg in Rhede gezeigt hat. "Wir müssen gegen Issum in der Abwehr auch hart arbeiten, wenn wir einen Erfolg schaffen wollen", sagt der Trainer, der die letzten beiden Übungseinheiten wegen einer Grippe nicht leiten konnte. Michael Hillig, Coach der zweiten Mannschaft, übernahm den Job. Auch Michael Nölscher fehlte beim Training erkrankt. Es ist fraglich, ob der Routinier gegen Issum eingesetzt werden kann.

Für den SV Schermbeck ist die Saison in der Landesliga gelaufen. Der Vorletzte (3:31-Punkte) darf sich keine Hoffnungen mehr auf den Klassenerhalt machen. "Für uns hat jetzt schon die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Bezirksliga begonnen, in der wir in der Spitzengruppe mitmischen wollen. Wir werden in den restlichen Partien schon einiges ausprobieren", sagt SVS-Coach Rene Hoffmeister, der mit seiner Mannschaft am Sonntag, 11.15 Uhr, beim Tabellenneunten TV Borken (17:17-Punkte) antritt.

Der Gast kann die Begegnung wahrscheinlich in Bestbesetzung bestreiten. Ein Fragezeichen steht nur hinter dem Einsatz von Daniel Böwing, der nach einem Bruch der Augenhöhle wieder ins Training eingestiegen ist. "Ob er gegen Borken schon mitwirken kann, wird sich kurzfristig entscheiden", sagt Hoffmeister.

(RP)