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Fußball: Es bleibt nur das Prinzip Hoffnung

Fußball : Es bleibt nur das Prinzip Hoffnung

Dem SV Schermbeck bleibt schon früh in der Saison nur das Prinzip Hoffnung. Die Hoffnung, dass er sich irgendwie bis zur Winterpause durchwursteln kann. Die Hoffnung, dass er das rettende Ufer bis dahin nicht aus den Augen verliert, um sich die Option zu bewahren, im neuen Jahr mit frischem Personal vielleicht doch noch die Wende im Abstiegskampf einleiten zu können. Mehr ist für Trainer Martin Stroetzel nach einem ernüchternden Saisonstart mit nur fünf Punkten in den ersten zehn Partien nicht geblieben.

Eine Entwicklung, die vor allem überraschend kommt, weil der SVS sich personell gut aufgestellt sah für das zweite Jahr in Liga fünf. Er ist es aber nicht. Denn die Rückkehrer Stefan Zepanski und Yakup Köse sind wenigstens im Moment nicht mehr die Spieler, die sie waren, als sie vormals das Schermbecker Trikot getragen haben. Sascha Siebert, der die Mannschaft derzeit im Stich lässt, ist bei allem fußballerischen Potenzial ein Luftikus und keine berechenbare Größe. Wenn dann in Seyit Ersoy, der einzige Stürmer mit einem gewissen Torinstinkt, und Mittelfeldakteur Mykola Makarchuk über Wochen wertvolle Kräfte verletzt ausfallen, reicht es einfach nicht für die Liga. Zumal der SV Schermbeck es den Gegnern denkbar leicht macht, weil er sich Woche für Woche wie am Samstag beim 0:3 gegen Windeck haarsträubende Fehler leistet.

Deshalb kann Stroetzel nur hoffen, dass er in der Winterpause personell nachbessern kann, obwohl der Verein in seinen finanziellen Möglichkeiten arg eingeschränkt ist. Gelingt das nicht, bleibt nur die Wahl, früh die Notbremse zu ziehen und damit zu beginnen, ein Team aufzubauen, dass in der kommenden Saison in der Westfalenliga eine gute Rolle spielen kann.

(RP)