Erstes Flag-Football-Turnier im Weseler Auestadion.

Flag-Football : Flag-Football-Premiere gleich ein Erfolg

Das erste internationale Turnier der Wesel Rhine Flags im Auestadion wird gut angenommen. Die in Kaiserslautern stationierten US-Soldaten holen sich am Ende den Sieg.

Leichtathletik-Events und Fußballspiele, das sind für gewöhnlich die sportlichen Höhepunkte im Auestadion. Am Wochenende war dort jedoch eine eher ungewöhnliche Sportart Trumpf: Die Weseler Rhine Flags, eine Flag Football-Mannschaft, die dem Weseler TV angehört, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, ein eigenes Turnier auszurichten. Dazu reisten insgesamt elf Teams aus ganz Deutschland und den Niederlanden an. Außerdem mit von der Partie war eine Auswahl von US-Soldaten.

Die Trendsportart, die mit dem bekannteren großen Bruder American Football vergleichbar ist, lockte aber auch einige Besucher ins Auestadion. Am Samstag wurde zunächst die Vorrunde in zwei Gruppen absolviert. Wobei die Spielzeit aufgrund der anhaltenden Hitze von zweimal 20 auf zweimal 15 Minuten reduziert wurde. Eine durchaus verständliche Maßnahme, denn auch wer gerade nicht auf dem Feld stand, musste die Sonne aushalten und immer bereit sein, ins Spiel einzugreifen.

Bei einem Blick auf die Liste der teilnehmenden Mannschaften musste sich manch einer zunächst die Augen reiben. Denn nicht die Teams aus Köln oder Aachen hatten die weiteste Anreisen hingelegt, sondern eher die Gäste aus den Niederlanden oder den USA. Die Holländer waren aus der Gemeinde Appeldorn an den Rhein gekommen, die Amerikaner hielten sich schon zuvor in Deutschland auf. Genauer gesagt, ist die Mannschaft ein Teil der US-Armee und in der „Kaiserslautern Military Community“ stationiert. Die Amerikaner brachten gute Laune mit, glänzten auf und neben dem Platz mit ihrem Können.

Zwei Akteure der Wesel Rhine Flags (schwarze Trikots) versuchen hier, gemeinsam einen Gegenspieler zu stoppen.

In der Vergangenheit hatte das Team auch schon für einige Lacher gesorgt, wie Dennis Fuchs, Teammanager der Rhine Flags, verriet: „Die sind natürlich von ihrer Athletik her unfassbar stark und spielerisch ebenfalls sehr gut. Aber einige verwechseln die Regeln immer wieder mit dem American Football, das hat  sie auch schon Turniersiege gekostet.“

Die Einladung an die ausländischen Vereine gab es, weil der Gastgeber die Mannschaften auf anderen Turnieren kennengelernt hatte. „Wir haben im vergangenen Jahr bei einem großen Turnier in Köln mitgespielt und dort viele Kontakte geknüpft. Da kam die Idee schnell, selbst auch eine solche Veranstaltung auszurichten“, so Fuchs.

Gesagt, getan: Im April 2018 wurde erst die Abteilung gegründet. Dann setzten sich die Verantwortlichen im November zusammen, um das erste eigene Turnier zu planen. „Wir wollten ursprünglich mit 16 Mannschaften an den Start gehen, haben aber auch selbst gemerkt, dass es beim ersten Mal nicht dafür reichen wird. Man muss in der Szene erstmal Kontakte knüpfen und auf sich aufmerksam machen. Mittlerweile kennen wir aber schon einige Mannschaften.“

Das Miteinander wurde auch beim Turnier im Auestadion wieder groß geschrieben. Die Teams standen entweder direkt am Spielfeldrand oder unter dem Schatten spendenden Dach der Tribüne und feuerten die anderen Mannschaften an. Nach der Vorrunde am Samstag wurde es noch feuchtfröhlich im Stadion. Einige Teams waren in Hotels untergebracht, andere zelteten direkt am Stadion. Wiederum andere fuhren noch am Abend nach Hause. Ob Bratwurst vom Grill oder kühles Bier am Getränkewagen – alles stand bereit und wurde sowohl von den Teilnehmern als auch von den Zuschauern auf der „Players Party“ gut angenommen.

Am Sonntag ging es aber wieder auf den Rasen, denn schließlich musste die Endrunde noch ausgespielt werden. Diesmal ließen sich die „Kaiserslautern Eagles“, wie sich das amerikanische Team nannte, nicht beirren und holten sich den Turniersieg vor den Aachen Emperors. Der Gastgeber landete auf Rang acht.

Im Ligabetrieb sind die Wesel Rhine Flags übrigens eines von 33 Teams in der Deutschen-Flag-Football-Liga (DFFL) und belegen aktuell den 14. Platz. Nur die besten zwölf Mannschaften qualifizieren sich für die Endrunde.

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