Fußball Erstes Endspiel für den PSV II

Fußball · Der abstiegsgefährdete Fußball-Bezirksligist steht vor dem Gastspiel beim SV Vrasselt mit dem Rücken zur Wand. Denn um in der Liga zu bleiben, muss das Team aus den letzten beiden Partien wohl die maximale Punktzahl holen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Bekanntlich ist dieser Spruch eine gängige Fußball-Floskel. Und auch Aycin Özbek, Trainer des Bezirksligisten PSV Wesel II, klammert sich in diesen Tagen an solche Strohhalme. Er steht mit seinem Team zwei Spieltage vor dem Saisonfinale auf dem drittletzten Platz, der am Ende hinunter in die Kreisliga A führen würde. Der Rückstand auf das rettende Ufer, an dem nun der VfL Rhede II (siehe Text und Tabelle auf dieser Seite) steht, beträgt zwei Punkte. Trotz der prekären Ausgangslage glaubt Özbek weiter fest an den Klassenerhalt. "Ich nehme das Wort Abstieg erst gar nicht in den Mund. Wir werden es schaffen. Davon bin ich überzeugt", sagt er.

Konkurrenz spielt bereits heute

Auch wenn diese Worte vor dem morgigen Gastspiel beim Tabellenzweiten SV Vrasselt wie Durchhalteparolen klingen — Aycin Özbek verfolgt damit eine klare Strategie. "Ich will den enormen Druck von der Mannschaft nehmen. Die Jungs sollen versuchen, locker aufzuspielen. Auch wenn Spieler und Trainer genau wissen, was alles auf dem Spiel steht", sagt der PSV-Coach. In der Tat könnte das Abenteuer Bezirksliga für den PSV II bereits morgen nach nur einem Jahr wieder vorbei sein. Dazu müsste der Neuling seine Partie verlieren. Wenn die DJK Kellen (heute beim Schlusslicht SV Rees) und der VfL Rhede II (gegen Siegfried Materborn) gewinnen, würde ein Remis zwischen dem SV Bislich und der TuS Drevenack den Abstieg des PSV II besiegeln.

Auf dem Papier ist das Team beim SV Vrasselt, der dreimal in Folge gewonnen hat, der klare Außenseiter. Doch gerade in Begegnungen gegen die Spitzenmannschaften der Liga wuchs die Mannschaft von Trainer Aycin Özbek in regelmäßigen Abständen über sich hinaus. Anfang April gewann der PSV II sogar mit 2:0 beim Meister RSV Praest. "Ich hoffe es bleibt dabei, dass wir gegen die Top-Teams gut aussehen und punkten", sagt Özbek.

Der Trainer will mit seinen Schützlingen morgen außerdem noch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel begleichen. Damals verlor der PSV Wesel II durch ein spätes Gegentor unglücklich mit 2:3. "Dafür wollen wir uns revanchieren. Aber wir müssen höllisch aufpassen. Die Vrasselter sind sehr erfahren und abgezockt", warnt Özbek. Aus personeller Sicht kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig Orkan Güclü (Rotsperre) muss der PSV-Trainer definitiv ersetzen. Hinter Kapitän Tobias Berghaus steht wegen einer Bänderdehnung noch ein Fragezeichen.

(stgi)
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