Endlich wieder ein Topspiel für den PSV

Fußball : Endlich wieder ein Topspiel für den PSV

Vor drei Jahren gab es für den Landesligisten die letzte Spitzenpartie. Am morgigen Sonntag empfängt der PSV Wesel als Tabellendritter die direkt vor ihm platzierten SF Niederwenigern zum spannenden Verfolgerduell.

Zeugen eines Landesliga-Spitzenspiels sind die Fußball-Fans am Molkereiweg schon lange nicht mehr gewesen. Im November 2015 war dies zuletzt der Fall, als der PSV Wesel den VfL Rhede mit 4:3 bezwang. Das war im ersten Trainer-Jahr von Björn Assfelder bei seinem Heimatclub. Der 35-Jährige trägt mittlerweile in der vierten Saison beim PSV die sportliche Verantwortung. Und am morgigen Sonntag, 15 Uhr, gibt’s für sein Team nun erst das nächste Topspiel der Landesliga.

Als Tabellendritter empfangen die Weseler die Mannschaft des Zweitplatzierten SF Niederwenigern. „Hoffentlich haben wir mal eine schöne Kulisse, das hätten sich beide Teams verdient“, so Assfelder. Die Fußball-Freunde können am Sonntag die zwei erfolgreichsten Mannschaften der vergangenen acht Spielrunden begutachten. Der PSV blieb bei 20 Punkten ebenso ungeschlagen wie die SF Niederwenigern, die es sogar auf 22 Zähler brachten. „Das ist ein Team, das sich über Jahre entwickelt hat“, lobt Björn Assfelder den Kontrahenten. Fast im gleichen Atemzug stellt er aber fest, dass „wir uns auch entwickelt haben“.

Wer da ein wenig weiter ist, darüber könnte der Sonntag Aufschluss geben. Während beide Teams in der Tabelle fast gleichauf liegen, sieht es da bei den treffsichersten Spielern schon etwas anders aus. Der beste Torschütze der Gäste, Florian Machtemer, hat bereits neun Treffer erzielt, beim PSV führen Nico Giese und Eray Tuncel mit nur jeweils drei Treffern die interne Torschützenliste an. Doch dies ist weniger ein Manko, sondern eher ein Vorteil beim PSV. Das Team ist nur schwer auszurechnen. Es reicht nicht, einen überragenden Akteur auszuschalten.  Bester Beweis hierfür: Beim PSV Wesel haben nicht weniger als zehn Spieler die bisher 18 Tore erzielt. „Ich finde es sehr angenehm, dass wir so breit aufgestellt sind“, sagt Björn Assfelder.

Personell wird dies morgen allerdings kaum der Fall sein. Definitiv werden Deniz Özel (Fußblessur), Sebastian Weinkath (Daumen-OP), Fatih Uysal (Mittelfußbeschwerden), Mohamed Baydoun (Aufbautraining), Donavan Sadek (Kreuzbandriss), Christopher Abel (Oberschenkelzerrung) und Kapitän Johannes Bruns (5. Gelbe Karte) fehlen. Ein ganz großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Bastian Rupsch, der einen Schlag auf den Fuß abbekommen hat. Auch um Viktor Klejonkin (berufliche Gründe) zittert der Trainer noch. Für Bruns wird Luis Blaswich die Kapitänsbinde übernehmen.

Auch wenn die Personalsituation ein wenig angespannt ist, soll die Serie auch nach dem Topspiel noch Bestand haben. „Unser Grundtenor ist, dass wir auch diese Partie gewinnen wollen. Deshalb werden wir aktiv agieren“, sagt der PSV-Trainer. Denn weitere Spitzenspiele in dieser Saison kämen nicht ungelegen.

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