Fußball: Eingespieltes Team der Trumpf

Fußball : Eingespieltes Team der Trumpf

Der PSV Wesel kann in seinem ersten Jahr in der Fußball-Landesliga bis auf Andre Vieira auf die Mannschaft bauen, die souverän Meister in der Bezirksliga wurde. "Platz acht bis zwölf ist möglich", sagt Trainer Franz Raschid.

Einen Start mit Knalleffekten gab's am Freitagabend beim PSV Wesel. Für die sorgte allerdings nicht der PSV, sondern der benachbarte Schützenverein Lackhausen, der zum zeitgleichen Auftakt des Schützenfestes einige Böller zündete. Beim PSV selbst ging's relativ ruhig zu, als der Startschuss zur ersten Saison des Clubs in der Fußball-Landesliga fiel. Ein lockeres Trainingsspielchen bildete den Auftakt des gut fünfwöchigen Vorbereitungsprogramms, bevor der Aufsteiger am Sonntag, 16. August, beim SV Sonsbeck erstmals um Punkte in der Landesliga kämpft.

Trainer Franz Raschid, der den PSV endlich in zuvor nie erreichte Fußball-Höhen geführt hat, verbreitet mit Blick auf die Saison Zuversicht, auch wenn's einen herben Rückschlag für den Aufsteiger gesetzt hat. Andre Vieira machte dem Coach mit seinem Wechsel zum Niederrheinligisten TV Jahn Hiesfeld einen Strich durch die Personalplanung. "Sein Verlust tut weh, weil er ein sehr vielseitiger Spieler war, den ich in allen Mannschaftsteilen einsetzen konnte", sagte Raschid.

"Eine knüppelharte Saison"

Doch obwohl's keinen gleichwertigen Ersatz in Form eines gestandenen Kickers gab, den sich Raschid natürlich gewünscht hatte, ist dem früheren Profi vor den kommenden Aufgaben nicht bange. "Meine Mannschaft ist sehr gut und wird sich noch steigern können, da sie im besten Fußball-Alter ist. Platz acht bis zwölf müsste für uns machbar sein, auch wenn es eine knüppelharte Saison wird", meinte Raschid. Das glaubt auch Fußball-Abteilungsleiter Holger Spychalski, der dem Neuling "einen einstelligen Tabellenplatz" zutraut.

Der Trumpf des PSV Wesel wird dabei sein, dass er auf ein eingespieltes Team, das über Jahre gewachsen ist, bauen kann. Bis auf Vieira blieben alle Mann der Mannschaft an Bord, die in der vergangenen Saison beim souveränen Meisterstück in der Bezirksliga über den Dingen schwebte. Neu im Kader sind fünf Nachwuchskräfte, von denen nur Daniel Hinnemann (SV Spellen) Bezirksliga-Erfahrung aufweist. Oliver Vos, Lars Klein-Hitpaß und Lauritz Meis (alle eigene Jugend) rücken aus der eigenen Jugend auf. Zudem will Julian Weinand (TuS Drevenack), der von PSV-Abwehrchef David Meyer empfohlen wurde, versuchen, den Sprung in die Landesliga zu schaffen. "Er trainiert jetzt erst einmal bei uns mit. Dann werden wir sehen, ob er bei uns bleibt oder zurück nach Drevenack geht", meinte Franz Raschid.

Nachwuchs braucht noch Zeit

Der Trainer weiß, dass er mit den jungen Neuen im Team Geduld haben muss. "Gerade die Spieler, die aus der Jugend gekommen sind, werden einige Zeit brauchen, um sich an das Klima in der Landesliga zu gewöhnen, wo sie unheimlich gefordert werden. Da muss auch die Kondition im Kopf, sprich die mentale Stärke, stimmen", sagte er.

(RP)
Mehr von RP ONLINE