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Leichtathletik: Ein Lauf mit Atmosphäre

Leichtathletik : Ein Lauf mit Atmosphäre

Der Start bei untergehender Sonne und eine mit Fackeln beleuchtete Zielgerade – das ist der besondere Reiz beim Moonlight-Lauf. Er wird heute um 21.15 Uhr am Auesee gestartet. Es wird wohl wieder ein Rekordfeld geben.

Eigentlich ist es für einen Ausrichter ein Grund zur Freude, wenn die Teilnehmerzahlen bei seiner Veranstaltung kontinuierlich nach oben gehen. Doch Dieter Kloß, Vorsitzender der Lauffreunde HADI Wesel, betrachtet es eher skeptisch, dass die Rekordmarke von 2011 (341 Meldungen) wohl getoppt wird, wenn heute um 21.15 Uhr am Auestadion der fünfte Moonlight-Lauf gestartet wird. Kloß hat die Befürchtung, dass das sieben Kilometer lange Rennen über die beleuchtete Strecke am Auesee seinen Reiz für die Organisatoren verliert, wenn das Feld zu groß wird. "Noch können wir die Veranstaltung ohne allzu großen Aufwand mit gut 20 Helfern abwickeln. Die Arbeit macht uns Spaß und ist kein Stress. Dabei soll es bleiben", sagt er.

Hufe freut sich auf das Rennen

Der HADI-Chef denkt deshalb darüber nach, die Teilnehmerzahl irgendwann zu begrenzen, wenn der Lauf ein zu großer Renner werden sollte. "500 Starter sind für mich das höchste der Gefühle", sagt Kloß. Bis gestern hatten sich bereits 283 Sportler für den Moonlight-Lauf angemeldet, der von HADI Wesel und der Zeitmessfirma taf-timing organisiert wird. Und da gutes Wetter angesagt ist, wird's wohl einige Nachmeldungen geben, die noch bis kurz vor 21 Uhr möglich sind. Kloß: "Wir sind auf bis zu 400 Teilnehmer vorbereitet."

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Zu den Nachmeldern wird heute auf jeden Fall Mareen Hufe gehören. Die Weltklasse-Triathletin, die seit dieser Saison bei den Profis startet, freut sich schon auf die Veranstaltung. "Dieses Rennen macht immer sehr viel Spaß, zumal ich oft auf dieser Strecke trainiere. Das Laufen bei untergehender Sonne und dann die mit Fackeln beleuchtete Zielgerade – das ist schon etwas ganz Besonderes", sagt Hufe.

Laurenz Thissen läuft diesmal mit

Genau dies ist auch für Dieter Kloß das Erfolgsrezept der Veranstaltung. "Es gibt nicht so viele Rennen, die abends stattfinden und bei denen die Teilnehmer anschließend noch beim Grillen gemütlich zusammensitzen können", sagt er. Das zieht auch einen Mann auf die Strecke, dessen Job es ansonsten bei vielen Volksläufen ist, die Sportler anzufeuern und die Zuschauer zu informieren. Laurenz Thissen, als Moderator vieler Veranstaltungen die Stimme des Laufsports am Niederrhein, hat bereits im Januar für das Rennen gemeldet. "Es ist eine große Ehre für uns, dass er bei unserem Rennen mitläuft", sagt Dieter Kloß.

(RP)