Lokalsport: Ein emotionaler Abschluss bei BW Dingden

Lokalsport : Ein emotionaler Abschluss bei BW Dingden

Volleyball: Co-Trainer Olaf Betting coachte den Zweitligisten noch einmal beim 3:1 gegen Gladbeck, mit dem der Sprung auf Rang vier gelang.

Das letzte Saisonspiel von BW Dingden in der Zweiten Volleyball-Bundesliga der Damen wurde zum Abend der großen Emotionen. Katrin Kappmeyer rang mit den Tränen, als sie sich nach dem 3:1 (25:21, 25:16, 18:25, 25:13)-Heimsieg gegen den TV Gladbeck vor den treuen Zuschauern bei ihren beiden scheidenden Co-Trainern Olaf Betting und Carsten Schmeink bedankte: "Wir werden euch vermissen." Auch für Spielführerin Inga van Gemmeren und Vera Koopmann war es die letzte Partie im blau-weißen Dress. Dem Quartett gehörte am Samstagabend zum wohl letzten Mal die Zweitliga-Bühne.

Olaf Betting war ganz besonders anzumerken, dass er den Abend noch einmal genoss. Immer wieder klatschte er seine Spielerinnen ab und bejubelte ausgelassen die erzielten Punkte. Überraschend nahm er nicht auf seinem Stuhl am Rand Platz, von dem er das Geschehen auf dem Feld zuletzt beobachtete. Dort saß Coach Pascall Reiß, der seinem Co-Trainer dafür den Job an der Linie überließ. Es war eine Geste der Dankbarkeit. "Pascall wollte das so. Und es hat noch einmal richtig Spaß gemacht, obwohl natürlich auch Wehmut dabei war. Es war toll, Teil dieser großartigen Mannschaft zu sein", sagte Olaf Betting.

Zum Ende seiner Amtszeit hatte der Routinier noch einmal in die Motivations-Trickkiste gegriffen und vor dem Spiel ein Plakat von vor einigen Monaten herausgekramt. Dort waren Saisonziele formuliert, hinter die er allesamt einen Haken setzen konnte. "Ich wollte den Spielerinnen noch einmal zeigen, wie gut sie sind", sagte Betting. Und das waren sie auch am Samstag über weite Strecken. Lange sah es in der einseitigen Partie gegen den Vorletzten so aus, als müsse Olaf Betting gar nicht mehr eingreifen. "Erst im vierten Satz musste ich nochmal etwas lauter werden. Und dann lief es auch wieder super", sagte er. Durch den ungefährdeten Heimerfolg schafften die Blau-Weißen noch den Sprung auf den vierten Tabellenplatz, da Konkurrent Stralsund verlor. "Das ist überragend", so Betting. Nach dem gewonnenen Matchball lag sich das Trainer-Team in den Armen - und die Spielerinnen hüpften im Kreis.

Das letzte Mal auf dem Parkett standen Inga van Gemmeren und Vera Koopmann, die ihre Laufbahn beenden. "Eine bessere Spielführerin als Inga van Gemmeren kann man sich nicht vorstellen", lobte Betting die Zuspielerin. Und die Fans klatschten Beifall. Einige blieben noch bis weit nach Abpfiff. Da machten die Spielerinnen den Sekt auf - und die Abschiedstränen waren längst getrocknet.

(RP)